Nvidia Aktie: H200-Freigabe hängt in Peking
Nvidia-Chef Huang reist mit US-Delegation nach Peking, doch die entscheidende Importgenehmigung für H200-Chips liegt weiter bei chinesischen Behörden.

- Huang reist mit Trump-Delegation nach Peking
- H200-Lizenzen warten auf chinesische Freigabe
- Aktie erreicht neues Hoch bei 201 Euro
- Quartalszahlen am 20. Mai als nächster Test
Nvidia hat im China-Geschäft wieder eine Tür geöffnet bekommen. Hindurchgehen kann der KI-Chipkonzern aber noch nicht. CEO Jensen Huang begleitet eine hochrangige US-Delegation nach Peking, während ausgerechnet die entscheidende Genehmigung weiter bei den chinesischen Behörden liegt.
Diplomatie trifft Chipgeschäft
Huang wurde kurzfristig in die US-Delegation für den Trump-Xi-Gipfel aufgenommen. Am 14. Mai sagte der Nvidia-Chef, der US-Präsident habe ihn persönlich um die Teilnahme gebeten. Huang reiste nach Alaska, um dort Air Force One für den Flug nach Peking zu besteigen.
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Für Nvidia geht es um mehr als Symbolik. China stand vor den verschärften Exportkontrollen für fast 25 Prozent des Konzernumsatzes. Die Hoffnung am Markt: Ein politisches Signal könnte den Weg für neue Lieferungen hochwertiger KI-Beschleuniger ebnen.
H200-Lizenzen hängen in Peking
Das US-Handelsministerium hat Ausfuhrlizenzen erteilt, mit denen rund 10 chinesische Unternehmen Nvidia-H200-Chips kaufen dürfen. Dazu zählen Alibaba, Tencent, ByteDance und JD.com. Foxconn und Lenovo sollen als autorisierte Vertriebspartner vorgesehen sein.
Die Freigabe aus Washington reicht aber nicht. Nach einer ersten Genehmigung im Dezember und nachgeschärften Bedingungen im Januar wurden bislang keine Chips ausgeliefert. US-Handelsbeauftragter Jamieson Greer sagte am 15. Mai, die Importfreigabe sei nun eine „souveräne Entscheidung“ Pekings.
Das bremst die Euphorie. Greer machte auch klar, dass Halbleiter-Exportkontrollen bei den formellen Handelsgesprächen nicht im Zentrum standen. Ein schneller Durchbruch bei H200-Lieferungen bleibt damit unsicher.
Aktie läuft voraus
Die Börse preist bereits viel Hoffnung ein. Am Donnerstag erreichte die Nvidia-Aktie mit 201,05 Euro ein neues Hoch; am Freitag notiert sie bei 198,26 Euro und damit 1,39 Prozent tiefer.
Der Trend bleibt stark. Innerhalb einer Woche steht ein Plus von 8,58 Prozent, seit Jahresbeginn sind es 23,07 Prozent. In den USA stieg die Marktkapitalisierung zeitweise auf rund 5,7 Billionen Dollar und lag damit kurz vor Silber.
Analysten stützen die hohe Bewertung mit optimistischen Szenarien. Wells Fargo setzte das Kursziel zuletzt auf 315 Dollar und sieht damit rund 40 Prozent Potenzial. Cantor Fitzgerald erhöhte das Ziel auf 350 Dollar.
Die Argumentation dahinter ist klar: Nvidia soll mit Blackwell und später Vera Rubin die nächste KI-Infrastrukturwelle dominieren. Huang selbst hält bis 2027 Umsätze von bis zu einer Billion Dollar aus diesen Plattformen für möglich.
Quartalszahlen als nächster Test
Am 20. Mai legt Nvidia die Zahlen für das abgelaufene Quartal vor. Der Marktkonsens rechnet mit rund 78,8 Milliarden Dollar Umsatz und einem Ergebnis je Aktie von 1,78 Dollar.
Besonders wichtig wird der Ausblick auf das Rechenzentrumsgeschäft. Nvidia klammert chinesische Datacenter-Umsätze wegen der regulatorischen Unsicherheit bislang aus den Prognosen aus. Parallel bleibt die Nachfrage der großen Cloudkunden hoch: Deren Investitionen sollen 2026 auf mehr als 720 Milliarden Dollar steigen.
Der nächste harte Prüfpunkt liegt damit klar auf dem Tisch. Ohne chinesische Freigabe bleibt der H200-Effekt eine Option, nicht Teil der Planung; mit einem grünen Licht aus Peking würde Nvidia einen früher wichtigen Absatzmarkt wieder in die eigene Prognose einbauen können.
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