Nvidia Aktie: Huang auf Gästeliste für Trump-Xi-Bankett
Huang lehnt Sonderregeln für KI-Firmen ab; Nvidia erwartet steigende Chipverkäufe und Nebius erhöht Mietpreise für ausgewählte Prozessoren.

- Huang für Staatsbankett eingeladen
- KI-Firmen sollen geltenden Gesetzen unterliegen
- Nvidia erwartet nächstes Jahr doppelte Chipverkäufe
- Nebius kündigt Mietpreisanstieg ab Oktober an
Jensen Huang steht im Mittelpunkt der diplomatischen Beziehungen zwischen Washington und Peking. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters wurde der Vorstandschef von Nvidia für das Staatsbankett von Donald Trump mit Chinas Staatschef Xi Jinping auf die Gästeliste gesetzt.
Die Einladung unterstreicht die exponierte Rolle, die der Halbleiterkonzern in den geopolitischen Spannungen um Spitzentechnologie und weltweite Handelsbeziehungen einnimmt.
Geopolitisches Gewicht und regulatorische Haltung
Dass Huang an dem Spitzentreffen teilnimmt, verdeutlicht die strategische Bedeutung von Nvidias Prozessoren für beide Wirtschaftsräume. Während die US-Regierung strenge Vorgaben für den Export modernster KI-Hardware durchsetzt, bleibt der chinesische Markt für die weltweite Technologiebranche ein zentraler Faktor.
In regulatorischen Fragen bezog Huang am Mittwoch klar Stellung. In einem Podcast-Interview lehnte der Konzernchef Sonderregeln für die Branche ab. KI-Unternehmen sollten seiner Ansicht nach keine Ausnahmen oder Befreiungen von bestehenden Kartell- oder Haftungsgesetzen erhalten, sondern denselben gesetzlichen Verpflichtungen unterliegen wie andere Wirtschaftszweige.
Hohe Nachfrage stützt optimistischen Ausblick
Ungeachtet der regulatorischen und geopolitischen Debatten rechnet der Konzern mit einer anhaltenden Ausweitung des operativen Geschäfts. Am 17. September stellte Huang in Aussicht, dass Nvidia im kommenden Jahr doppelt so viele Chips wie in diesem Jahr verkaufen dürfte. Als wesentlichen Grund nannte er fortlaufende Investitionen in künstliche Intelligenz über verschiedene Branchen und Länder hinweg.
Dass die Nachfrage nach der Rechenleistung hoch bleibt, zeigt sich auch bei Partnern im Bereich der Cloud-Infrastruktur. So kündigte das Unternehmen Nebius an, die Preise für das Mieten ausgewählter Nvidia-Grafikprozessoren ab dem 1. Oktober um 17 bis 21 Prozent anzuheben.
Solide Notierung und geplante Transaktionen
Die anhaltende Nachfrage nach KI-Hardware prägt auch das Marktgeschehen an den Börsen. Das Papier schloss am Freitag bei 197,76 Euro. Mit dieser Notierung liegt der Kurs 2,3 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 202,50 Euro.
Auf Führungsebene kam es zu Wochenbeginn zu planmäßigen Anteilsverkäufen. Am Montag veräußerte Timothy S. Teter, Executive Vice President und General Counsel von Nvidia, über einen Familientrust mehrere Aktienpakete. Die Veräußerungen erfolgten im Rahmen eines zuvor festgelegten Rule-10b5-1-Handelsplans zu Kursen von jeweils über 222 $ je Aktie.
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