Nvidia Aktie: Huang bewegt die Branche

Jensen Huangs Aussagen treiben Qualcomm und Intel. Neue KI-Partnerschaft mit SK Hynix stärkt die Speicherbranche.

Die Kernpunkte:
  • Huang treibt Qualcomm-Kurs nach oben
  • Spekulationen um Intel als Fertigungspartner
  • Strategische Allianz mit SK Hynix
  • KI-Modell für NHS entwickelt

Jensen Huang spricht — und Aktien reagieren. Das zeigte sich diese Woche gleich zweimal: Erst trieb ein positives Wort über Qualcomm deren Papiere im nachbörslichen Handel zeitweise um mehr als 8 Prozent nach oben. Dann sorgten Spekulationen über Nvidia als potenziellen Fertigungskunden bei Intel für weiteren Auftrieb im gesamten Chipsektor.

CEO als Kursmacher

Auf einer Veranstaltung wurde Huang direkt gefragt, ob Nvidia in den Markt für Smartphone-Chips einsteigen werde. Seine Antwort war eindeutig: nein. Apple und Qualcomm machten ihren Job in diesem Bereich „wirklich gut“ — und seine knappe Empfehlung, deren Aktien zu kaufen, genügte, um Qualcomm unmittelbar zu bewegen.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Nvidia?

Parallel dazu kursieren Berichte, wonach Nvidia erwägt, Intel als sekundären Fertigungspartner für Next-Gen-KI-Chips einzusetzen — konkret für Intels 18A- und den zukünftigen 14A-Prozess. Offiziell bestätigt ist davon nichts. Die Spekulationen allein reichten jedoch aus, um Intel-Aktien nach einem bereits zweistelligen Vortagesplus weiter anzutreiben.

Partnerschaftsnetz wächst

Abseits der Gerüchte laufen handfeste Kooperationen. Nvidia und SK Hynix haben eine mehrjährige strategische Partnerschaft zur gemeinsamen Entwicklung von KI-Speicher der nächsten Generation bekannt gegeben — für Plattformen wie Vera Rubin Supercomputer, RTX Spark PCs und Jetson Thor Robotics. Micron, das bereits als zertifizierter HBM4-Lieferant für Vera Rubin gilt, profitiert davon direkt: Analysten von Cantor Fitzgerald, Wells Fargo und Goldman Sachs hoben ihre Kursziele für Micron teils drastisch an und verwiesen auf anhaltende Unterversorgung am Speichermarkt bis 2028.

Huang selbst charakterisierte die Lage in der KI-Industrie als noch sehr früh — ein Signal, das Analysten und Investoren gleichermaßen als Rückenwind für die gesamte Lieferkette interpretierten.

Indes liefert Nvidia auch auf der Anwendungsseite neue Referenzprojekte. Im Vereinigten Königreich hat der NHS-Softwareanbieter OneAdvanced gemeinsam mit Nvidia ein souveränes KI-Modell für die Patiententriagierung entwickelt — trainiert auf pseudonymisierten NHS-Daten und gebaut auf Nvidias Nemotron-Architektur. Das Projekt ist ein Beleg dafür, wie Nvidias Infrastruktur zunehmend in regulierten, hochsensiblen Sektoren Fuß fasst.

Sektor erholt sich vom Freitagsschock

Der Gesamtkontext stützt die Stimmung. Nach dem kräftigen sektorweiten Ausverkauf vom vergangenen Freitag — ausgelöst durch einen stärker als erwartet ausgefallenen US-Arbeitsmarktbericht und aufkommende Zinserhöhungssorgen — zeigt sich der Halbleitersektor am Dienstag stabilisiert. Der Nasdaq-Composite notiert rund 0,9 Prozent fester, Nvidia-Aktien legen ebenfalls zu. Rückenwind kommt auch von der geopolitischen Front: Iran und Israel haben ihre wechselseitigen Angriffe vorerst eingestellt, was die Ölpreise drückt und den Risikoappetit der Märkte zurückbringt.

Nvidias nächster Zahlentest steht noch aus — vorher dürften Microns Quartalszahlen am 24. Juni als Stimmungsindikator für die gesamte KI-Infrastrukturkette dienen.

Nvidia-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nvidia-Analyse vom 9. Juni liefert die Antwort:

Die neusten Nvidia-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nvidia-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 9. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Nvidia: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Nvidia