Nvidia Aktie: Huang verteidigt Rubin-Produktion am 15. Juli

Trotz Kursrutsch im Chip-Sektor bekräftigt Nvidia-Chef Huang den reibungslosen Produktionsstart der neuen Rubin-Generation.

Die Kernpunkte:
  • Nvidia-Aktie fällt unter 50-Tage-Linie
  • Breiter Ausverkauf bei Chipwerten
  • Huang bestätigt Rubin-Produktionsstart
  • Rekordumsatz von 81,6 Milliarden Dollar

Ein Ausverkauf erfasst die gesamte Chipbranche. Nvidia trifft es besonders hart. Die Aktie fällt am Freitag um 2,55 Prozent auf 176,58 Euro und liegt damit fast 13 Prozent unter ihrem Rekordhoch von 202,50 Euro aus dem Mai.

Innerhalb einer Woche hat das Papier 4,45 Prozent verloren. Der Kurs notiert nun unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 181,81 Euro. Zum 200-Tage-Durchschnitt bei 165,34 Euro bleibt noch ein Puffer von knapp 7 Prozent.

Der ganze Sektor gerät unter Druck

Nvidia steht nicht allein. Nasdaq-100-Futures brechen am Freitag deutlich ein, weil Sorgen über die KI-Ausgaben der Tech-Konzerne die Stimmung belasten. Auch vorbörslich geben US-Chiphersteller breit nach.

Applied Materials und LAM Research verlieren jeweils rund 5 Prozent. Intel und KLA Corporation fallen um mehr als 4 Prozent, Arm und Micron jeweils um 4 Prozent. Zusätzlich belastet ein geopolitischer Faktor: Anhaltende US-Militäraktionen gegen den Iran schürten über Nacht neue Unsicherheit an den Märkten.

Huang stellt sich den Zweifeln

Mitten im Ausverkauf meldet sich Nvidia-Chef Jensen Huang zu Wort. Berichte hatten zuvor Zweifel gesät, ob Fertigungsprobleme die nächste KI-Chip-Generation verzögern könnten. Huang trat dem in Tokio direkt entgegen.

Am 15. Juli erklärte er laut Bloomberg, die Rubin-Hardware laufe bereits in Produktion und steuere auf „gigantische“ Stückzahlen zu. Er wies Berichte über Fertigungsschwierigkeiten bei einer spezialisierten Leiterplatte zurück. Sein Zitat, bestätigt von Tom’s Hardware: „Vera Rubin ist bereits in Produktion. Gigantische Produktionsmengen kommen.“

Diese Zusicherung wiegt schwer. Rubin ist für Nvidia kein einfacher Nachfolger von Blackwell, sondern die Technologie, die künftige KI-Fabriken antreiben soll. Der Chip gilt als Brücke in die physische KI — dorthin, wo künstliche Intelligenz nicht mehr nur Chatbots betreibt, sondern Roboter, Fabriken und autonome Maschinen steuert.

Nvidia plant, Rubin-Produkte in der zweiten Jahreshälfte 2026 an Partner auszuliefern. Eine größere Verzögerung würde die Planungen der Kunden durcheinanderbringen. Der Konzern will mit Rubin die Begeisterung für KI-Agenten in einen weiteren Nachfragetreiber verwandeln.

Die Geschäftszahlen bleiben stark

Trotz der Kursturbulenzen zeigt das operative Geschäft robuste Dynamik. Im ersten Quartal erzielte Nvidia einen Rekordumsatz von 81,6 Milliarden Dollar, ein Plus von 85 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz im Rechenzentrumsgeschäft stieg um 92 Prozent auf 75,2 Milliarden Dollar.

Für das kommende Quartal stellt Nvidia rund 91 Milliarden Dollar Umsatz in Aussicht. Diese Stärke färbt auch auf die Bewertung ab: Der Kursrückgang hat das für 2028 erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis auf das 16-Fache gedrückt. Manche Marktbeobachter werten das inzwischen als eines der günstigsten Bewertungsniveaus im gesamten Chipsektor.

Die kommenden Handelstage dürften zeigen, ob sich der breite Chip-Ausverkauf beruhigt. Parallel bleibt die Lieferkette rund um Rubin ein Beobachtungspunkt — Huangs Zusicherungen aus Tokio stehen nun auf dem Prüfstand des Marktes.

Anzeige

Nvidia-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nvidia-Analyse vom 17. Juli liefert die Antwort:

Die neusten Nvidia-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nvidia-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 17. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Nvidia: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Nvidia