Nvidia Aktie: Insider verkaufen 410 Millionen Dollar

Nvidia-Aktie fällt um 17 Prozent vom Rekordhoch, während Insider Aktien im Wert von 410 Millionen Dollar verkaufen.

Die Kernpunkte:
  • Wöchentlicher Kursverlust von über sieben Prozent
  • Insider veräußern Aktien im Wert von 410 Millionen Dollar
  • 80 Milliarden Dollar für Aktienrückkäufe genehmigt
  • China-Umsatzanteil sinkt auf neun Prozent

Jensen Huang gibt sich siegessicher. Auf der Hauptversammlung erklärte der Nvidia-Chef die Debatte um die Rentabilität von KI-Investitionen für beendet. An der Börse zeichnet sich jedoch ein anderes Bild ab. Investoren ziehen massiv Kapital aus dem Chip-Sektor ab.

Eine restriktive US-Notenbank schickte Technologiewerte in der vergangenen Woche auf Talfahrt. Anleger schichteten ihre Gelder in weniger riskante Sektoren um. Die Folge: Die Rotation traf Nvidia hart. Die Aktie verlor auf Wochensicht über sieben Prozent. Sie schloss am Freitag bei 168,80 Euro. Damit notiert das Papier knapp 17 Prozent unter seinem Rekordhoch.

Erschwerend kommt das Verhalten der eigenen Führungsriege hinzu. Seit Anfang Juni haben Nvidia-Insider massiv Kasse gemacht. Sie verkauften Aktien im Wert von über 410 Millionen US-Dollar. Allein Verwaltungsratsmitglied Mark A. Stevens trennte sich Mitte Juni von 885.000 Papieren. Das spülte ihm rund 186 Millionen Dollar ein.

Huangs Milliarden-Wette

Das Management hält mit Optimismus dagegen. Die Ära der nützlichen Künstlichen Intelligenz habe gerade erst begonnen. Das betonte Huang vor den Aktionären. Er sieht physische KI und Robotik als nächsten gigantischen Wachstumsmarkt. Dieser Investitionszyklus könnte Jahrzehnte andauern.

Um das Vertrauen der Anleger zu untermauern, schüttet der Konzern reichlich Kapital aus. Der Verwaltungsrat hat ein Aktienrückkaufprogramm über 80 Milliarden Dollar genehmigt. Parallel dazu stieg die Quartalsdividende massiv auf 25 US-Cent je Aktie.

Geopolitik als Wachstumsbremse

Ein ungelöstes Problem bleibt das China-Geschäft. Hochleistungs-Chips wie die Blackwell-Serie dürfen nicht offiziell in die Volksrepublik exportiert werden. Huang stellte klar, dass nationale Sicherheit Vorrang vor kommerziellen Interessen hat. Der Anteil Chinas am Gesamtumsatz sank im Geschäftsjahr 2026 auf neun Prozent.

Analysten lassen sich von den aktuellen Rücksetzern nicht beirren. Das durchschnittliche Kursziel kletterte zuletzt auf 295 Dollar. Die fundamentalen Daten stützen diesen Optimismus.

Im ersten Quartal 2027 explodierte der Umsatz im Jahresvergleich um 85 Prozent. Er erreichte 81,6 Milliarden Dollar.

Der Konzern schwimmt im Geld. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erwirtschaftete Nvidia einen freien Cashflow von über 96 Milliarden Dollar.

Charttechnisch nähert sich die Aktie nun einem überverkauften Zustand. Der RSI-Wert liegt bei 38,2. Die wichtige 200-Tage-Linie bei 163,66 Euro dient derzeit als solide Unterstützung. Die nächste große Bewährungsprobe steht Ende August 2026 an. Dann wird Nvidia die neuen Quartalszahlen präsentieren.

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