Nvidia Aktie: IREN bestellt Blackwell-Systeme bei Dell
IREN ordert 1,6 Mrd. Dollar Dell-Systeme mit Blackwell-GPUs. Nvidia profitiert von konkreten Rechenzentrumsprojekten.

- IREN bestellt Blackwell-Systeme bei Dell
- Auftragswert liegt bei 1,6 Milliarden Dollar
- Nvidia erhält Aktienkaufrecht über 2,1 Milliarden
- Data-Center-Umsatz steigt um 92 Prozent
Bei Nvidia rückt Blackwell wieder in den Mittelpunkt. IREN hat bei Dell luftgekühlte Blackwell-Systeme bestellt und macht damit aus einem großen Cloud-Vertrag ein konkretes Ausbauprojekt. Für die Aktie zählt nicht nur der Auftrag selbst. Wichtiger ist das Signal: Die KI-Fabriken wandern vom Plan in die Rechenzentren.
Am Dienstag gab IREN eine Kaufvereinbarung über rund 1,6 Milliarden Dollar mit Dell bekannt. Die Systeme sollen am Standort Childress in Texas in bestehenden Rechenzentren laufen. Die Inbetriebnahme peilt IREN für Anfang 2027 an.
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Der Schritt baut auf dem Vertrag vom 7. Mai auf. Damals vereinbarte IREN mit Nvidia einen fünfjährigen KI-Infrastruktur-Cloud-Service. Das Volumen liegt bei rund 3,4 Milliarden Dollar.
IREN stellt Nvidia dabei gemanagte GPU-Cloud-Dienste für interne KI- und Forschungsaufgaben bereit. Der Dell-Deal ist also kein neuer Nvidia-Auftrag. Er bringt aber die Hardware für einen bereits bekannten Nvidia-nahen Ausbau näher an den Start.
Aus Plänen werden Kapazitäten
Das Dell-Paket umfasst GPUs, Server, Speicher, Netzwerktechnik, weiteres Zubehör, Integration und Garantien. Die Zahlungen erfolgen nach dem Versand. Für Nvidia ist vor allem wichtig, dass Blackwell-Systeme einem konkreten Cloud-Projekt zugeordnet werden.
IREN und Nvidia hatten im Mai auch eine strategische Partnerschaft angekündigt. Sie soll über die Zeit bis zu 5 Gigawatt an DSX-naher KI-Infrastruktur stützen. Das Ziel sind KI-Fabriken, die mehr Kunden Zugang zu beschleunigter Rechenleistung geben.
Hinzu kommt ein möglicher Kapitaleinsatz. Nvidia erhielt ein Recht, bis zu 30 Millionen IREN-Aktien zu 70 Dollar je Aktie zu kaufen. Daraus kann eine Investition von bis zu 2,1 Milliarden Dollar entstehen.
Das alles verstärkt die Verbindung zwischen Chips, Cloud-Kapazität und Rechenzentren. Genau diese Kette treibt derzeit Nvidias wichtigste Kennzahlen. Kein Wunder, dass jeder neue Blackwell-Meilenstein genau geprüft wird.
Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 erzielte Nvidia einen Rekordumsatz von 81,6 Milliarden Dollar. Das waren 85 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
Die Data-Center-Sparte bleibt der Kern des Investmentfalls. Sie kam auf 75,2 Milliarden Dollar und wuchs um 92 Prozent. Unter der alten Unterteilung entfielen 60,4 Milliarden Dollar auf Compute.
Networking steuerte 14,8 Milliarden Dollar bei. Das zeigt, wie stark auch die Infrastruktur rund um die GPUs mitwächst.
IREN passt ins neue Berichtsraster
Nvidia sortiert seine Berichte künftig in die Plattformen Data Center und Edge Computing. Innerhalb des Data-Center-Geschäfts unterscheidet der Konzern künftig Hyperscale und ACIE. ACIE umfasst AI Clouds, Industrie und Unternehmen.
Damit passt IREN direkt in eine Kategorie, die künftig sichtbarer wird. Der Markt kann solche Cloud-Projekte dann klarer mit Nvidias Wachstumstreibern abgleichen.
IREN selbst erwartet durch die Blackwell-Inbetriebnahme einen Anstieg der annualisierten Umsatzrate von 3,7 auf 4,4 Milliarden Dollar. Darin stecken erwartete Erlöse aus dem Microsoft-Vertrag, dem Nvidia-Cloud-Vertrag und geplanten GPU-Ausbauprojekten.
Der Zielwert ist aber nicht vollständig vertraglich abgesichert. Die tatsächlichen Erlöse können daher abweichen. Genau hier liegt der operative Teil der Story.
Die Nvidia-Aktie schloss am Dienstag bei 184,46 Euro; auf Wochensicht liegt sie 4,00 Prozent im Minus, seit Jahresanfang aber 14,50 Prozent im Plus. Der Rücksetzer ändert damit wenig am starken Grundtrend, zeigt aber die hohen Erwartungen an die Umsetzung.
Jetzt zählt die Umsetzung
Nvidia plant für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2027 einen Umsatz von 91,0 Milliarden Dollar, mit einer Bandbreite von plus oder minus 2 Prozent. Die Planung enthält keine Data-Center-Compute-Umsätze aus China. Damit liegt der nächste Prüfpunkt klar außerhalb Chinas: Lieferketten, Blackwell-Anlauf und die Geschwindigkeit, mit der Partner wie IREN Rechenleistung live schalten.
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