Nvidia Aktie: Kyber NVL144 bestätigt

Nvidia dementiert Produktionsverzögerungen der neuen KI-Plattform Kyber und bestätigt den Zeitplan. Analysten sehen günstige Bewertung.

Die Kernpunkte:
  • Gerüchte um verschobene Kyber-Plattform widerlegt
  • Aktie reagiert mit Kursgewinnen auf Klarstellung
  • Goldman Sachs bewertet KGV von 21,7 als attraktiv
  • Eigene Chips von Tech-Riesen bleiben Risiko

Nvidia wehrt sich gegen Spekulationen über Produktverzögerungen. Jüngste Berichte sahen den Start der neuen KI-Plattform Kyber NVL144 in Gefahr. Das Management reagierte prompt und bekräftigte den ursprünglichen Zeitplan. Kein Wunder. Die Börse quittierte diese Klarstellung sofort mit Kursgewinnen.

Der Fahrplan für die nächste Generation

Die Kyber-Architektur folgt auf die Vera-Rubin-Plattform. Sie bündelt mehrere Grafikprozessoren zu einem einheitlichen Rechencluster für komplexes KI-Training. Anfang der Woche kursierten Analystenberichte über technische Hürden. Angeblich sorgten Probleme mit der Leiterplatte für eine Verschiebung von 2027 auf 2028. Nvidia wies diese Darstellung am Montag offiziell zurück. Die Pipeline für kritische KI-Hardware bleibt damit im Takt. Der Aktienkurs reagierte am Dienstag positiv und schloss bei 172,50 Euro.

Attraktive Bewertung durch Milliarden-Investitionen

Trotz eines moderaten Jahresplus hinkt Nvidia einigen Konkurrenten hinterher. Das 52-Wochen-Hoch von 202,50 Euro ist aktuell gut 14 Prozent entfernt. Analysten von Goldman Sachs bewerten das erwartete Kurs-Gewinn-Verhältnis von 21,7 indes als äußerst attraktiv. Der historische Fünf-Jahres-Schnitt des Konzerns liegt deutlich höher.

Diese günstige Bewertung fußt auf den gigantischen Ausgaben der Cloud-Giganten. Microsoft, Alphabet, Meta und Amazon rüsten ihre Infrastruktur massiv auf. Die Kapitalausgaben dieser Hyperscaler sollen von 650 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026 auf eine Billion im Folgejahr steigen.

Eigene Chips machen Druck

Die Dominanz bei Rechenzentren liefert Nvidia brillante Zahlen. Das Segment generiert fast 90 Prozent des Konzernumsatzes. Im Fiskaljahr 2026 sprang der Erlös um 65 Prozent nach oben. Parallel dazu wächst der Wettbewerb. Große Technologiekonzerne und Start-ups entwerfen zunehmend eigene KI-Chips.

Ein aktuelles Beispiel liefert DeepSeek. Das chinesische Start-up baut an einem eigenen Chip für KI-Inferenz. Ziel ist eine geringere Abhängigkeit von Nvidias Hardware. Diese Meldung drückte den Nvidia-Kurs am Dienstag vorbörslich leicht ins Minus.

Nvidia profitiert weiterhin von gigantischen Gewinnmargen jenseits der 50-Prozent-Marke. Das starke Wachstum der Hyperscaler-Budgets bis 2027 sichert die kurzfristige Nachfrage. Gelingt der pünktliche Marktstart der Kyber-Plattform, festigt der Konzern seine Vormachtstellung. Schnellere Fortschritte bei Custom-Chips wie jenen von DeepSeek bleiben die zentralen Risiken für dieses Szenario.

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