Nvidia Aktie: Marktüberblick erforderlich

Nvidia meldet Rekordumsatz und starke Prognosen, doch die Aktie reagiert nur moderat. Die hohen Erwartungen der Anleger an den KI-Chip-Riesen sind weiterhin eine Herausforderung.

Die Kernpunkte:
  • Umsatz steigt um 73 Prozent auf 68,1 Milliarden Dollar
  • Prognose übertrifft Markterwartungen für kommendes Quartal
  • Produktionshochlauf der neuen Blackwell-Chips treibt Zahlen
  • Aktienkurs reagiert trotz Rekorden nur verhalten

Der KI-Gigant hat gestern nachbörslich seine Quartalszahlen präsentiert – und wieder einmal alle Erwartungen übertroffen. Doch die Reaktion an der Börse fällt verhalten aus. Warum reichen selbst Rekordumsätze und ambitionierte Prognosen nicht mehr, um die Anleger zu begeistern?

Rekordzahlen auf ganzer Linie

Die Zahlen zum vierten Quartal des Geschäftsjahres 2026 lesen sich beeindruckend: Der Umsatz kletterte auf 68,1 Milliarden Dollar – ein Plus von 73 Prozent gegenüber dem Vorjahr und rund 20 Prozent mehr als im dritten Quartal. Analysten hatten mit etwa 66 Milliarden Dollar gerechnet. Der Gewinn je Aktie erreichte 1,62 Dollar, deutlich über den Konsensschätzungen und fast doppelt so hoch wie im Vorjahresquartal.

Für das laufende Jahresquartal stellt Nvidia Umsätze von 78 Milliarden Dollar in Aussicht – auch hier liegt die Prognose klar über den Markterwartungen von 72,9 Milliarden Dollar. Die Bruttomarge soll bei starken 75 Prozent liegen. Der Jahresumsatz 2025 belief sich auf 215,9 Milliarden Dollar.

Blackwell-Ramp läuft auf Hochtouren

Entscheidend für die positiven Zahlen war die Produktionshochfahrung der neuen Grafikprozessor-Generation Blackwell. JPMorgan hob gestern das Kursziel von 250 auf 265 Dollar an und begründete dies mit dem starken Abschneiden beim Blackwell-Produktionsanlauf. Die Investmentbank bestätigte ihre „Overweight“-Einstufung.

Auch Needham bleibt bei seinem Kaufvotum und dem Kursziel von 240 Dollar. Die Analysten verweisen auf anhaltende Stärke im gesamten Rechenzentrumsgeschäft. Rund 50 Prozent der Datacenter-Umsätze stammen von Hyperscalern wie Amazon, Alphabet, Meta und Microsoft – diese Tech-Riesen haben Investitionen von bis zu 700 Milliarden Dollar bis 2026 angekündigt.

Warum die Börse zögert

Trotz der starken Zahlen legte die Aktie gestern nur rund drei Prozent zu. Die verhaltene Reaktion zeigt: Die Messlatte liegt mittlerweile extrem hoch. Needham kalkuliert mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 25 für das Geschäftsjahr 2028 bei einem erwarteten Gewinn je Aktie von 9,75 Dollar.

Die Wachstumsraten bleiben zwar beeindruckend – doch entscheidend ist nun, wie lange Nvidia dieses Tempo halten kann. Die Konkurrenz im KI-Chip-Markt wächst, und die Frage nach der Nachhaltigkeit des KI-Booms wird lauter. Für das kommende Quartal erwartet Needham weiteres Quartal-über-Quartal-Wachstum, das sich bis ins Kalenderjahr 2027 fortsetzen soll.

Mit der neuen Chip-Generation Vera Rubin steht bereits die nächste Produkteinführung an. Die Musterproduktion läuft, die Serienproduktion ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant. Ob das ausreicht, um die hohen Erwartungen dauerhaft zu erfüllen, bleibt abzuwarten.

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