Nvidia Aktie: Marvell, ARK und UBS setzen Zeichen
Jensen Huangs Lob treibt Marvell-Aktie an, während ARK und UBS ihre Nvidia-Bestände massiv ausbauen.

- Marvell-Aktie steigt nach Huang-Lob
- ARK Invest kauft Nvidia, verkauft AMD
- UBS erhöht Nvidia-Bestand auf 83 Millionen Aktien
- Neue KI-Lösungen auf der Computex vorgestellt
Nvidia-CEO Jensen Huang sorgte am Dienstag auf der Computex-Woche in Taipeh für Aufsehen: Er bezeichnete den Chipdesigner Marvell Technology als das nächste „Billion-Dollar-Unternehmen“ — gemeint war eine Bewertung im Billionenbereich. Die Aussage ließ Marvell-Aktien vorbörslich um rund 23 Prozent nach oben schnellen und rückte Nvidia einmal mehr in den Mittelpunkt der KI-Infrastruktur-Debatte.
Der Hintergrund: Nvidia hatte Anfang des Jahres zwei Milliarden Dollar in Marvell investiert, um die Integration von Marvells kundenspezifischen KI-Chips mit Nvidias Netzwerk- und Prozessor-Produkten zu vereinfachen. Marvell selbst prognostiziert, dass das Custom-Chip-Geschäft bis zum Fiskaljahr 2029 die Zehn-Milliarden-Dollar-Marke bei den Einnahmen übertreffen wird. Die enge Verflechtung macht Nvidia zum indirekten Profiteur dieser Wachstumsstory — und Huangs öffentliche Rückendeckung dürfte die Partnerschaft weiter festigen.
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ARK kauft, UBS stockt auf
Parallel dazu meldete ARK Invest für den 1. Juni einen Zukauf von rund 300.000 Nvidia-Aktien im Wert von gut 63 Millionen Dollar — verteilt über mehrere ARK-ETFs. Zeitgleich trennte sich ARK von AMD-Anteilen im Wert von knapp 57 Millionen Dollar, was einer gezielten Umschichtung innerhalb des Halbleitersektors entspricht.
Auch institutionell bleibt das Bild eindeutig. Aus dem jüngsten 13F-Filing der UBS geht hervor, dass die Schweizer Großbank im ersten Quartal 2026 rund 5,7 Millionen Nvidia-Aktien zukaufte und den Bestand auf über 83 Millionen Papiere erhöhte. Mit einem Depotwert von rund 14,5 Milliarden Dollar ist Nvidia die größte US-Einzelposition im UBS-Portfolio — vor Apple und Microsoft.
Ökosystem wächst weiter
Rund um die Computex präsentieren Partner wie ASUS und MSI umfangreiche KI-Infrastrukturlösungen auf Basis von Nvidia-Plattformen, von flüssigkeitsgekühlten Rack-Scale-Systemen bis hin zu Desktop-KI-Supercomputern. Das zeigt, wie breit das Nvidia-Ökosystem inzwischen verankert ist — von Hyperscale-Rechenzentren bis zum Unternehmensdesktop.
Einen potenziellen Gegenwind gibt es allerdings: Ein Fondsmanager, der früh auf Nvidia gesetzt hatte, warnt, dass eine mögliche Indexaufnahme von SpaceX zu Kapitalrotationen aus etablierten Tech-Schwergewichten führen könnte — Nvidia eingeschlossen. Wie stark ein solcher Effekt tatsächlich ausfallen würde, hängt von Zeitpunkt und Marktumfeld des SpaceX-Börsengangs ab, der für diesen Monat erwartet wird.
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