Nvidia Aktie: Milliarden-Aufträge in der Warteschleife

Strenge Verkaufsregeln in China blockieren potenzielle Umsätze von bis zu 70 Milliarden Dollar für Nvidia, während die langfristige Wachstumsstory intakt bleibt.

Die Kernpunkte:
  • China-Regularien blockieren H200-Chip-Lieferungen
  • Potenzielle Umsätze von 50 bis 70 Milliarden Dollar
  • Neue Chipgeneration und Mercedes-Partnerschaft angekündigt
  • Aktie notiert nahe 52-Wochen-Hoch

Nvidia glänzte auf der CES 2026 mit neuen Technologien und Partnerschaften, doch an der Börse dominiert aktuell leichte Zurückhaltung. Der Grund ist eine unsichere Gemengelage im wichtigen chinesischen Markt, wo strengere Verkaufsregeln immense Umsätze blockieren. Während die langfristige Wachstumsstory intakt scheint, blicken Anleger nervös auf die kurzfristigen Hürden in Fernost.

Das China-Dilemma

Verantwortlich für die aktuelle Verunsicherung sind Berichte über verschärfte Konditionen im Chinageschäft. Nvidia verlangt für seine H200-KI-Chips nun offenbar Vorkasse ohne Stornierungsoption. Gleichzeitig soll die chinesische Regierung lokale Tech-Firmen angewiesen haben, Neubestellungen vorübergehend zu pausieren, um die Einkaufsbedingungen zu prüfen.

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Für Nvidia steht dabei extrem viel auf dem Spiel: Rund zwei Millionen Bestellungen für H200-Chips hängen derzeit in der Schwebe. Das entspricht einem potenziellen Umsatzvolumen von 50 bis 70 Milliarden US-Dollar. Hoffnung macht jedoch ein Bericht von Bloomberg, wonach Peking den Import der Chips für die kommerzielle Nutzung bereits im ersten Quartal 2026 offiziell genehmigen könnte. Ein solcher Schritt würde den massiven Auftragsstau auflösen.

Technologische Stärke trifft auf Marktkorrektur

Abseits der geopolitischen Hürden nutzte Nvidia die CES 2026, um seinen technologischen Vorsprung zu zementieren. Die Markteinführung der neuen “Vera Rubin”-Chipgeneration wurde für die zweite Jahreshälfte bestätigt, flankiert von einer vertieften Zusammenarbeit mit Mercedes-Benz beim autonomen Fahren. Auch fundamental stimmen die Zahlen: Der Umsatz im dritten Quartal sprang um 62 Prozent, und CFO Colette Kress erwartet bis 2026 eine Nachfrage nach Rechenzentrumsprodukten jenseits der 500-Milliarden-Dollar-Marke.

Trotz dieser Aussichten kann sich die Aktie dem allgemeinen Abgabedruck im Tech-Sektor nicht ganz entziehen. Aktuell notiert das Papier bei 189,11 US-Dollar, womit es sich aber weiterhin in Schlagdistanz zum 52-Wochen-Hoch von 190,53 US-Dollar bewegt. Analysten von Bank of America und Stifel bleiben derweil optimistisch und bestätigten ihre Kaufempfehlungen mit Kurszielen von bis zu 275 US-Dollar.

Ausblick

Der nächste wichtige Termin ist der 25. Februar 2026, wenn Nvidia seine Quartalszahlen vorlegt. Bis dahin bleibt die entscheidende Variable für den Kursverlauf, ob sich die regulatorischen Knoten in China lösen lassen und die H200-Lieferungen freigegeben werden.

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