Nvidia Aktie: Ökosystem wächst weiter

Supermicro liefert Racks für Nvidias Vera-Rubin-Plattform aus, während Alibaba eigene KI-Chips entwickelt und Exportkontrollen den Zugang zu Nvidia-Technik prägen.

Die Kernpunkte:
  • Supermicro startet Vera-Rubin-Rackversand
  • Basecamp erhält 140 Millionen Dollar
  • Alibaba baut eigene KI-Chipsparte aus
  • Nscale-Umsatz stark von ByteDance geprägt

Während Politik und Öffentlichkeit über die Risiken künstlicher Intelligenz diskutieren, liefert Nvidia weiter die Infrastruktur dafür – und das Ökosystem um den Chipkonzern wächst an mehreren Fronten gleichzeitig.

Supermicro hat den Versand seiner Rack-Systeme für die neue Nvidia-Plattform Vera Rubin NVL72 gestartet. Die Systeme kombinieren 72 Rubin-GPUs mit 36 Vera-CPUs pro Rack und sind auf Flüssigkühlung ausgelegt, um den hohen Energiebedarf der neuen Chip-Generation zu bewältigen.

Ein einzelnes Scalable Unit liefert dabei 1.152 GPUs und 331 Terabyte HBM4-Speicher – ein Hinweis darauf, wie stark sich die Dimensionen der KI-Infrastruktur seit Blackwell nochmals verschoben haben.

Auch abseits der Hardware investiert Nvidia in die Breite der KI-Wertschöpfungskette. Das Londoner Biotech-Unternehmen Basecamp Research sicherte sich eine Finanzierungsrunde über 140 Millionen Dollar, an der Nvidia neben Investoren wie Anthropic und der Rockefeller Foundation beteiligt war.

Basecamp entwickelt KI-gestützte Therapien auf Basis eines eigenen biologischen Sprachmodells – ein Beispiel dafür, wie Nvidia sein Kapital inzwischen weit über den klassischen Chip-Vertrieb hinaus streut.

Wachsende Konkurrenz aus China

Nicht jede Nachricht rund um Nvidia ist ungetrübt positiv. Alibaba treibt den Ausbau einer eigenen KI-Chip-Sparte namens T-Head voran und investiert milliardenschwer in eigene Rechenzentren – ein Schritt vom Kunden zum potenziellen Konkurrenten. Ob der chinesische Tech-Konzern kurzfristig mit Nvidias Technologie mithalten kann, bleibt fraglich, das Signal an den Markt ist dennoch eindeutig: China baut an Alternativen.

Parallel dazu sorgt ein Bericht der Financial Times für Aufmerksamkeit. Der von Nvidia unterstützte Cloud-Anbieter Nscale habe vor seinem geplanten Börsengang in den USA nicht prominent offengelegt, dass ByteDance fast drei Viertel seines Umsatzes ausmachte.

Der TikTok-Mutterkonzern soll über eine norwegische Nscale-Anlage Zugang zu fortschrittlichen Nvidia-Chips erhalten haben, die er in China direkt nicht hätte kaufen können. Das Vorgehen sei legal, berge aber regulatorische und reputative Risiken – gerade weil die USA ihre Exportbeschränkungen für KI-Chips nach China konsequent durchsetzen wollen.

Politisches Umfeld bleibt angespannt

Die Debatte um Exportkontrollen dürfte auch beim Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping am Donnerstag eine Rolle spielen. Washington hält an den Beschränkungen für Chinas Zugang zu Nvidias fortschrittlichsten KI-Chips fest, während Peking auf Lockerungen drängt. Zeitgleich berät der UN-Sicherheitsrat über die Risiken autonomer KI-Systeme, mit Beiträgen von Nvidia-Partnern wie Anthropic und OpenAI.

Für die Aktie bleibt das operative Geschäft der entscheidende Faktor: Mit Quartalsumsätzen nahe 100 Milliarden Dollar hat Nvidia eine Größenordnung erreicht, in der selbst starkes Wachstum kaum noch als Ausreißer gilt. Die Auslieferung der Vera-Rubin-Plattform durch Partner wie Supermicro dürfte zeigen, wie schnell sich diese Nachfrage in reale Umsätze übersetzen lässt.

Anzeige

Nvidia-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Nvidia-Analyse vom 23. September liefert die Antwort:

Die neusten Nvidia-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Nvidia-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 23. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Nvidia: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Nvidia