Nvidia Aktie: Oracle plant Hunderttausende Vera-Einheiten ab 2026

Nvidia setzt den nächsten Baustein für die KI-Infrastruktur. Der Konzern liefert erstmals eigene Vera-CPUs aus und rückt damit tiefer in einen Bereich vor, der bisher stark von klassischen Serverprozessoren geprägt war. Der Zeitpunkt ist heikel: Am Mittwoch folgen Zahlen, während die Aktie nahe ihrer jüngsten Hochs Luft holt.
Vera zielt auf KI-Agenten
Die ersten Vera-Einheiten gehen an große KI- und Cloud-Kunden, darunter OpenAI, Anthropic, SpaceXAI und Oracle Cloud Infrastructure. Nvidia positioniert den Chip gezielt für sogenannte agentische KI. Gemeint sind Systeme, die Aufgaben planen, ausführen und dabei laufend Rechenleistung abrufen.
Technisch setzt Vera auf 88 „Olympus“-Kerne auf Basis von Armv9.2. Die Speicherbandbreite liegt bei 1,2 TB pro Sekunde, die Leistung je Kern soll um 50 Prozent über bisherigen Branchenstandards liegen. Das zeigt, wohin Nvidia will: weg vom reinen GPU-Lieferanten, hin zum Anbieter kompletter Rechenplattformen.
SpaceXAI testet die Hardware für Reinforcement-Learning-Anwendungen. Oracle Cloud Infrastructure plant ab 2026 den Einsatz von Hunderttausenden Vera-Einheiten. TrendForce rechnet damit, dass sich das Verhältnis von CPUs zu GPUs in Rechenzentren in Richtung 1:1 oder 1:2 verschiebt.
Das wäre für Nvidia strategisch wichtig. Wenn KI-Agenten mehr Steuerungslogik brauchen, steigt die Rolle der CPU im Rechenzentrum. Nvidia besetzt damit ein Feld, das für die nächste Ausbaustufe der KI-Cloud entscheidend werden kann.
Dell erweitert die KI-Fabrik
Parallel dazu baut Nvidia die Partnerschaft mit Dell aus. Auf der Dell Technologies World stellte Jensen Huang neue Systeme vor, die Vera mit der Blackwell-Architektur verbinden. Dell integriert die Plattform in seine „AI Factory“-Angebote.
Ein neues Servermodell ist der PowerEdge XE9812. Es nutzt das Vera-Rubin-NVL72-System und soll die Kosten je Token um bis zu den Faktor zehn senken. Für Unternehmenskunden ist genau dieser Punkt zentral: KI muss nicht nur schneller werden, sondern auch günstiger im Betrieb.
Dell bringt außerdem „Deskside Agentic AI“ für lokale KI-Agenten auf Arbeitsplätzen. Die Lösung nutzt Nvidias OpenShell-Sicherheitsschicht und den AI-Q-Blueprint in Version 2.0. Michael Dell bezifferte die Zahl der Kunden für KI-integrierte Fabriken auf mehr als 5.000.
Aktie wartet auf Zahlen
An der Börse reicht die Chip-News allein nicht für neuen Schub. Die Nvidia-Aktie notiert in Frankfurt bei 190,16 Euro und liegt heute leicht im Minus. Auf Monatssicht bleibt dennoch ein Plus von 12,41 Prozent stehen.
Technisch wirkt der Trend weiter stabil. Der Kurs liegt klar über dem 50-Tage-Durchschnitt und rund 19 Prozent über der 200-Tage-Linie. Der Abstand zum jüngsten Hoch ist überschaubar, was die Erwartungshaltung vor den Zahlen erhöht.
Belastend wirkt der Zinsmarkt. Renditen für 30-jährige US-Staatsanleihen liegen über 5 Prozent. Das kann Bewertungen wachstumsstarker Technologieaktien drücken, selbst wenn die operative Story intakt bleibt.
Am Mittwoch nach US-Börsenschluss meldet Nvidia die Zahlen für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027. Erwartet wird ein Umsatz von rund 79 Milliarden Dollar. HSBC sieht mit einem Kursziel von 325 Dollar weiter Spielraum, Morgan Stanley nennt 285 Dollar und verweist auf die Stärke im Rechenzentrum. Neben dem Ausblick zählt nun, wie konkret Nvidia die Nachfrage nach Vera und die China-Perspektive beziffert.
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