Nvidia Aktie: Quartalsbericht am 26. August 2026

Nvidia-Aktie erholt sich trotz Bedenken. Massive KI-Investitionen der Hyperscaler und die Rubin-Architektur stützen die langfristige Wachstumsprognose.

Die Kernpunkte:
  • Kurs erholt sich an Support-Zone
  • Hyperscaler investieren Milliarden in KI
  • Quartalszahlen Ende August als Katalysator
  • Analysten sehen 53 Prozent Kurspotenzial

Nvidia hat eine turbulente Woche hinter sich, doch die Aktie erholt sich. Auf 171,68 Euro klettert das Papier heute, ein Plus von 1,41 Prozent. Für mich ist das kein Zufall, sondern der erste Test einer Support-Zone, die über die nächsten Wochen entscheiden dürfte.

Die Aktie liegt noch 15,22 Prozent unter ihrem Rekordhoch von 202,50 Euro aus dem Mai. Kurzfristig sieht das nach Schwäche aus. Mein Blick auf die fundamentale Basis sagt mir aber: Die eigentliche Story bei Nvidia hat sich nicht verändert.

Die Hyperscaler geben weiter Gas

Das stärkste Argument für Nvidia bleibt das Investitionstempo der großen Cloud-Konzerne. Amazon, Alphabet, Microsoft und Meta wollen laut Branchenschätzungen allein 2026 rund 725 Milliarden Euro in KI-Infrastruktur stecken. Bis 2030 könnte die kumulierte Summe auf bis zu 7,6 Billionen Euro steigen.

Ein Großteil dieses Geldes fließt direkt in Nvidias Chip-Architekturen. H100 läuft, Blackwell ist im Rollout, Rubin steht in den Startlöchern. Kritiker halten dieses Ausgabenniveau für nicht durchhaltbar. Ich sehe das Problem woanders: Nicht die Nachfrage bremst Nvidia, sondern die Fertigungskapazität bei Auftragsfertigern wie TSMC.

Die Bubble-Sorge ist real – aber überzogen

Wer ehrlich bleibt, muss die Kehrseite ansprechen. Nvidia arbeitet Berichten zufolge an neuen KI-Deals im Wert von über 750 Milliarden Euro, darunter eine 500-Milliarden-Euro-Partnerschaft mit der SK Group. Skeptiker warnen, Nvidia trete hier zunehmend als Finanzierer und Garantiegeber für Cloud-Anbieter auf. Das könnte Nachfrage künstlich aufblähen.

Dazu kommt das sogenannte Capex-Paradox: Die Tech-Riesen geben Milliarden für Hardware aus, während die Software-Umsätze aus KI-Anwendungen bislang nicht im gleichen Tempo mitwachsen. Analysten von Wedbush weisen zudem auf steigende Speicherkosten hin. Bei der kommenden Vera-Rubin-Plattform sollen Speicherkomponenten bereits rund 29 Prozent der Systemkosten ausmachen. Das könnte künftig auf die Margen drücken.

Für mich ist das ein Risiko, das man ernst nehmen sollte – aber kein Grund, die gesamte These zu kippen. Die Nachfrage nach Rechenleistung ist real, nicht nur Finanzierungstrick.

Die Charttechnik spricht für eine Bodenbildung

Der aktuelle Kurs liegt nur 3,20 Prozent über dem 200-Tage-Durchschnitt von 166,35 Euro. Das ist eine wichtige langfristige Unterstützung, und sie hält bislang. Der RSI steht bei 44,4 – weder überkauft noch überverkauft, ein neutraler Einstiegspunkt für alle, die auf den nächsten Katalysator warten.

Dieser Katalysator hat einen Namen: der Quartalsbericht zum zweiten Fiskalquartal 2027, fällig am 26. August 2026. Nvidia hat für dieses Quartal einen Umsatz von rund 91 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt, mit einer Schwankungsbreite von 2 Prozent. Zum Vergleich: Im ersten Quartal waren es 81,6 Milliarden Dollar. Das wäre ein deutlicher Sprung.

Mein Fazit: Geduld schlägt Panik

Der Konsens der Analysten liegt bei einem Kursziel von 262,76 Euro. Das entspricht einem Aufwärtspotenzial von 53,1 Prozent gegenüber dem aktuellen Niveau. Bemerkenswert ist das vor allem deshalb, weil Insider in den vergangenen drei Monaten Aktien im Wert von 410,6 Millionen Euro verkauft haben. Trotzdem bleibt die Analystengemeinde überwiegend optimistisch.

Die Bubble-Erzählung gewinnt in manchen Finanzkreisen an Boden, das ist unbestreitbar. Angesichts des schieren Ausmaßes der bereits zugesagten Infrastruktur-Investitionen und des bevorstehenden Wechsels zur Rubin-Architektur überwiegen für mich aber die Argumente für anhaltende Dominanz. Bestätigt der Quartalsbericht Ende August, dass der Ausbau der KI-Fabriken auf Kurs zu einem projizierten Marktvolumen von 3 bis 4 Billionen Euro bis 2030 bleibt, spricht einiges für eine Erholung Richtung des 50-Tage-Durchschnitts bei 178,93 Euro.

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