Nvidia Aktie: Stevens verkauft 221 Millionen Dollar

Nvidia-Boardmitglied Stevens verkauft eine Million Aktien, während der Konzern mit starken Quartalszahlen und CPU-Plänen überzeugt.

Die Kernpunkte:
  • Boardmitglied stößt eine Million Anteile ab
  • Morgan Stanley bestätigt Overweight-Rating
  • Nvidia peilt 20 Mrd. USD CPU-Umsatz an
  • Senatsanhörung zu KI-Exporten steht bevor

221 Millionen Dollar in drei Tagen. Boardmitglied Mark A. Stevens hat in der ersten Juni-Woche eine Million Nvidia-Aktien abgestoßen — und das, während der Konzern fundamental so stark dasteht wie selten zuvor.

Massiver Abverkauf aus dem Boardroom

Stevens verkaufte zwischen dem 2. und 4. Juni über mehrere Treuhandfonds insgesamt eine Million Anteile. Die gewichteten Durchschnittskurse lagen zwischen 217,66 und 222,38 Dollar. Hinzu kommt eine Schenkung von 307.500 Aktien an eine nicht genannte Institution.

Trotz der Transaktion hält Stevens weiterhin über 32 Millionen Aktien — verteilt auf direkten Besitz sowie den „Third Millennium Trust“ und den „Envy Trust“. Der Verkauf reduziert seine Position, lässt sie aber weiterhin gewichtig.

Analysten bleiben bullish

Morgan Stanley ließ sich von den Insider-Verkäufen nicht beirren. Nach der Computex 2026 bestätigte Analyst Joseph Moore das „Overweight“-Rating mit einem Kursziel von 288 Dollar. Sein Fokus liegt auf Nvidias neuer CPU-Sparte.

Das Unternehmen peilt im laufenden Geschäftsjahr einen CPU-Umsatz von rund 20 Milliarden Dollar an. Die ARM-basierte „Vera“-Plattform soll dabei die Schlüsselrolle übernehmen. Nvidia zufolge übertrifft der Vera-Chip aktuelle Konkurrenzprozessoren bei der Rechenleistung deutlich. Er ist fester Bestandteil der kommenden Rubin-Architektur für Rechenzentren.

Zahlen, die für sich sprechen

Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 erzielte Nvidia einen Umsatz von 81,62 Milliarden Dollar — ein Plus von 85,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das Ergebnis je Aktie von 1,87 Dollar übertraf die Analystenerwartungen. Für das laufende zweite Quartal stellt das Management 91 Milliarden Dollar in Aussicht.

Die Aktie notiert aktuell bei 184,66 Euro und damit rund neun Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch vom Mai. Seit Jahresbeginn steht dennoch ein Plus von knapp 15 Prozent zu Buche.

Senatsanhörung als nächster Belastungstest

Am 11. Juni findet im US-Senat eine Anhörung zu Exportkontrollen für KI-Chips nach China statt. Das Ergebnis könnte direkte Auswirkungen auf Nvidias Blackwell-Lieferszenarien haben. Parallel dazu steht am 26. Juni die Auszahlung der erhöhten Quartalsdividende von 0,25 Dollar je Aktie an — der Ex-Tag lag bereits am 4. Juni. Zwei Termine, die den Kurs in den nächsten Wochen in unterschiedliche Richtungen ziehen könnten.

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