Occidental Petroleum Aktie: Strategische Wende

Occidental Petroleum verkauft seine Chemiesparte für 9,7 Milliarden US-Dollar an Berkshire Hathaway, um Schulden abzubauen und sich auf das Öl- und Gasgeschäft zu konzentrieren.

Die Kernpunkte:
  • Verkauf von OxyChem für 9,7 Milliarden US-Dollar abgeschlossen
  • Erlös dient vorrangig der Reduzierung der hohen Schuldenlast
  • Analysten bewerten die strategische Neuausrichtung neutral bis positiv
  • Unternehmen bleibt für historische Umweltlasten verantwortlich

Occidental Petroleum hat mit dem Verkauf seiner Chemiesparte einen strategischen Meilenstein erreicht. Der milliardenschwere Deal mit Berkshire Hathaway soll die Bilanz des Energiekonzerns entschulden und den Fokus auf das Kerngeschäft schärfen. Doch die Übernahme historischer Altlasten durch Occidental zeigt: Der Weg zu einer schlankeren Zukunft ist mit komplexen Bedingungen gepflastert.

Ein milliardenschwerer Deal für mehr Spielraum

Das Unternehmen hat den Verkauf seines Chemiegeschäfts OxyChem an das Konglomerat von Warren Buffett abgeschlossen. Die Transaktion im Wert von 9,7 Milliarden US-Dollar, bereits im Oktober 2025 vereinbart, wurde am 2. Januar 2026 vollzogen. Diese Summe entspricht etwa einem Viertel der aktuellen Marktkapitalisierung Occidentals.

Der frische Cash-Fluss ist für ein zentrales Ziel bestimmt: die Reduzierung der Schuldenlast. Bei einem Gesamtschuldenstand von rund 22,9 Milliarden US-Dollar bietet der Verkaufserlös der Konzernführung die Möglichkeit, die Bilanz deutlich zu stärken. Das freigewordene Kapital soll in höher rentable Öl- und Gasprojekte innerhalb des verbleibenden Portfolios fließen.

Analysten bewerten die Neuausrichtung

Die abgeschlossene Transaktion hat zu ersten Neubewertungen seitens der Analysten geführt. Die Experten von Wall Street Zen haben das Rating für Occidental Petroleum von “Verkaufen” auf “Halten” heraufgestuft. Diese Anpassung spiegelt eine neutralere Einschätzung der finanziellen Stabilität nach dem Ausstieg aus dem Chemiegeschäft wider.

Weitere Marktbeobachter bleiben vorsichtig optimistisch. Während UBS mit einem Kursziel von 43 US-Dollar und einem “Neutral”-Rating eher zurückhaltend ist, sehen HSBC (Kursziel: 54 US-Dollar, “Kaufen”) und Raymond James (Kursziel: 50 US-Dollar, “Outperform”) mehr Potenzial. Der konservative Tenor bleibt jedoch bestehen, nicht zuletzt aufgrund eines vergleichsweise hohen KGV von 29,6.

Komplexe Erbschaft: Die Übernahme der Altlasten

Ein entscheidendes Detail des Deals: Occidental Petroleum behält bestimmte historische Risiken. Für mögliche Schadensersatzansprüche und Umweltlasten aus früheren Betriebsphasen wurde eine separate Tochtergesellschaft, Environmental Resource Holdings, geschaffen.

Diese Struktur bedeutet, dass Berkshire Hathaway zwar den operativen Wert der OxyChem-Anlagen übernimmt, Occidental aber für langfristige Sanierungsmaßnahmen verantwortlich bleibt. Der Konzern rechnet damit, über viele Jahre hinweg Mittel für diese vorab genehmigten Arbeiten aufwenden zu müssen. Dieser Schritt sicherte den Transaktionswert für den Käufer, band die historischen Verpflichtungen aber an den Verkäufer.

Fokus auf das Kerngeschäft und die Bilanz

Mit dem Verkauf konzentriert sich Occidental nun stärker auf seine verbleibenden Aktivitäten in der Förderung (Upstream) und im Transport (Midstream) von Öl und Gas. Dies erhöht die Abhängigkeit von den traditionellen Energiemärkten in den USA, dem Mittleren Osten und Nordafrika.

Das jüngste Quartal zeigte mit einem Gewinn je Aktie von 0,64 US-Dollar (Erwartung: 0,50 US-Dollar) eine solide operative Leistung, auch wenn der Umsatz von 6,72 Milliarden US-Dollar leicht hinter den Prognosen zurückblieb. Die aktuelle Strategie zielt darauf ab, Expertise im Kohlenstoffmanagement zu nutzen, um emissionsarme Technologien voranzutreiben und gleichzeitig den Wert der traditionellen Kohlenwasserstoffproduktion zu maximieren.

Die Aktie notierte zuletzt bei 42,38 US-Dollar und hat damit in den letzten sieben Tagen über 7% zugelegt. Die kommenden Quartale werden zeigen, wie effektiv das Management die 9,7 Milliarden US-Dollar einsetzt, um die strategische Wende in nachhaltiges Wachstum zu übersetzen.

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