Ocugen Aktie: Fortschritte
Ocugen meldet vielversprechende klinische Daten für Gentherapie OCU410ST und sichert sich durch Kapitalerhöhung die Finanzierung bis Ende 2026. Die Aktie notiert unter dem 50-Tage-Durchschnitt.

- Positive Phase-1-Daten für Gentherapie OCU410ST
- Kapitalerhöhung sichert Finanzierung bis Q4 2026
- Phase-2/3-Studie für Stargardt-Krankheit läuft
- Aktienkurs notiert unter 50-Tage-Durchschnitt
Ocugen liefert gleich zwei Dinge, die Biotech-Anleger sehen wollen: klinische Daten mit Signalwirkung und frisches Kapital für die nächsten Studienschritte. Genau dieser Mix entscheidet oft darüber, ob ein Programm nur „auf dem Papier“ gut aussieht – oder ob es Richtung Zulassung marschieren kann. Doch wie belastbar sind die jüngsten Ergebnisse, und was heißt das finanziell für 2026?
OCU410ST: Signal bei Stargardt-Studie
Für die experimentelle Gentherapie OCU410ST hat Ocugen Ergebnisse aus der Phase-1-Studie GARDian1 veröffentlicht. Die Daten erschienen am 10. Januar 2026 im Fachjournal Eye und zeigen bei auswertbaren Patienten ohne Störfaktoren eine Verbesserung der bestkorrigierten Sehschärfe (BCVA) um netto +6 Buchstaben im Vergleich zur Kontrolle.
Wichtig dabei: Die BCVA-Auswertung umfasste 6 von 9 behandelten Patienten. Nach 12 Monaten zeigte sich laut Studie:
– +4,5 ETDRS-Buchstaben im behandelten Auge (Durchschnitt)
– -1,5 Buchstaben im unbehandelten Partnerauge
– daraus abgeleitet ein Nettoeffekt von +6 Buchstaben gegenüber der Kontrolle
Auch beim Sicherheitsprofil meldet das Unternehmen Rückenwind. Es gab keine schwerwiegenden unerwünschten Ereignisse, die mit OCU410ST in Verbindung gebracht wurden. Insgesamt wurden 30 therapiebedingte Ereignisse im Studienverlauf erfasst, die laut Bericht nicht auf das Produkt zurückgeführt wurden; 73% davon waren Grad 1, 27% Grad 2.
Kapitalerhöhung: Kasse bis Q4 2026
Fast parallel hat Ocugen die Finanzierungslage nachgebessert. Am 23. Januar 2026 schloss das Unternehmen eine registrierte Direktplatzierung ab: 15 Millionen neue Aktien zu 1,50 US-Dollar je Aktie. Das ergibt 22,5 Mio. US-Dollar Bruttoerlös, beziehungsweise rund 20,85 Mio. US-Dollar netto nach Gebühren und Kosten.
Laut Mitteilung wurde die Runde von RTW Investments angeführt, weitere neue und bestehende Investoren beteiligten sich. Das Geld soll für allgemeine Unternehmenszwecke genutzt werden – inklusive Investitionen, Working Capital sowie Verwaltungs- und Betriebskosten. Der entscheidende Punkt: Ocugen erwartet, dass sich die finanzielle Reichweite damit bis ins vierte Quartal 2026 verlängert.
Zur Einordnung am Markt: Der Titel steht aktuell bei 1,14 € und liegt damit unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 1,32 € – ein Zeichen, dass die Aktie kurzfristig eher unter Druck bleibt.
Pipeline: Phase 2/3 läuft, Europa im Blick
OCU410ST wird inzwischen in der US-Phase-2/3-Studie GARDian3 weiter untersucht. Interessant für den möglichen Europa-Pfad: Bereits im August 2025 gab das CHMP-Gremium der EMA eine positive Einschätzung, dass Daten aus GARDian3 eine spätere Zulassungsantrags-Strategie in Europa unterstützen könnten.
Zusätzlich meldete Ocugen am 15. Januar 2026 positive vorläufige Phase-2-Daten für OCU410 bei geografischer Atrophie infolge trockener altersbedingter Makuladegeneration.
Unterm Strich steht Ocugen damit Anfang 2026 mit klinischen Fortschritten und einer verlängerten Cash-Runway da – die nächsten großen Wegmarken hängen nun vor allem daran, wie die laufenden Phase-2/3-Daten ausfallen und wie konsequent das Unternehmen die Programme finanziell bis mindestens Q4 2026 weiter durchziehen kann.
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