Ocugen Aktie: Kapitalstreit vor Gericht!

Ein Gericht in Delaware entscheidet am 6. Mai 2026 über die Gültigkeit einer umstrittenen Kapitalerhöhung bei Ocugen. Das Urteil ist entscheidend für die Finanzierung der klinischen Studien des Gentherapie-Spezialisten.

Die Kernpunkte:
  • Gerichtsverfahren zur Gültigkeit von 2024er Kapitalerhöhung
  • Entscheidung beeinflusst Finanzierung klinischer Studien
  • Liquidität durch Platzierungen bis 2027 gesichert
  • Analysten sehen Potenzial trotz rechtlichem Risiko

Ein juristischer Konflikt bedroht die Finanzierungspläne von Ocugen. Am 6. Mai 2026 muss der Delaware Court of Chancery über die Gültigkeit einer umstrittenen Kapitalerhöhung entscheiden. Der Ausgang dieses Verfahrens bestimmt direkt, ob der Gentherapie-Spezialist seine späten klinischen Studien wie geplant durchfinanzieren kann.

Kampf um die Kapitalstruktur

Im Zentrum der Auseinandersetzung steht eine Abstimmung aus dem Jahr 2024. Damals winkten die Aktionäre eine Erhöhung der genehmigten Stammaktien von 295 Millionen auf 390 Millionen Stück durch. Ein Investor reichte im vergangenen Oktober Klage ein. Er bezweifelt, dass die Vorzugsaktien der Serie C bei diesem Beschluss überhaupt stimmberechtigt waren.

Das Management beantragte nun eine gerichtliche Bestätigung der Maßnahme. Ein Urteil zugunsten des Unternehmens würde eine drohende Sammelklage abwenden. Verliert Ocugen, droht ein langwieriger Streit um die bestehende Kapitalstruktur.

Finanziell hat sich das Management im Vorfeld der Verhandlung etwas Luft verschafft. Eine direkte Aktienplatzierung im Januar brachte 22,5 Millionen US-Dollar ein. Im März übte ein institutioneller Investor Optionsscheine aus und spülte weitere 15 Millionen US-Dollar in die Kassen.

Diese frischen Mittel sichern die Liquidität bis in das erste Quartal 2027. Das lindert die kurzfristigen Sorgen vor einer Verwässerung. Im Gesamtjahr 2025 verbuchte der Entwickler noch einen Nettoverlust von knapp 68 Millionen US-Dollar.

Pipeline unter Zeitdruck

Die rechtliche Klarheit ist zwingend nötig, um den vollen klinischen Kalender abzuarbeiten. Für den Hauptkandidaten OCU400 plant Ocugen im dritten Quartal 2026 die schrittweise Zulassungsbeantragung. Die laufende Phase-3-Studie umfasst 140 Patienten.

Parallel dazu treibt das Unternehmen die Tests für OCU410ST gegen Morbus Stargardt voran. Eine Zwischenanalyse wird ebenfalls für das dritte Quartal erwartet. Bislang gibt es für diese Augenerkrankung keine von der FDA zugelassene Therapie.

Analysten blenden das juristische Risiko weitgehend aus. HC Wainwright rät zum Kauf und ruft ein Kursziel von 10 US-Dollar auf. Canaccord Genuity startete die Bewertung im März ebenfalls mit einer Kaufempfehlung und sieht den fairen Wert bei 12 US-Dollar.

Am 6. Mai fällt in Delaware die Vorentscheidung über die künftige Finanzierungsbasis. Fällt das Urteil zugunsten des Managements aus, rücken die operativen Meilensteine wieder in den Vordergrund. Die nächsten konkreten Einblicke in die Bilanz liefert der Quartalsbericht im Mai.

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