Ocugen Aktie: Rückschritt statt Aufbruch
Ocugen tilgt teure Schulden und sichert sich mit einer Wandelanleihe die Finanzierung der Forschung bis 2028. Drei Zulassungsanträge sind geplant.

- Wandelanleihe über 115 Millionen Dollar
- Tilgung hochverzinslicher Altkredite
- Forschung bis 2028 finanziert
- Drei Zulassungsanträge bis 2028 geplant
Ocugen räumt seine Bilanz auf. Das Gentherapie-Unternehmen sichert sich frisches Kapital und tilgt teure Altlasten. Damit finanziert das Management die Forschung bis ins Jahr 2028.
Der Konzern platziert eine Wandelanleihe im Volumen von 115 Millionen US-Dollar, die bis 2034 läuft. Ein Teil der Erlöse fließt direkt in den Schuldenabbau. Ocugen löst damit einen bestehenden Kredit ab. Die Folge: Das Unternehmen spart sich extrem teure Zinszahlungen im zweistelligen Bereich.
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Sobald der Deal abschließt, verfügt das Unternehmen über liquide Mittel von rund 112 Millionen Dollar. Das verschafft dem Management dringend benötigten Spielraum. An der Börse reagieren Anleger dennoch nervös. Die Aktie notiert aktuell bei 1,23 Euro, was einem Wochenverlust von rund 16 Prozent entspricht.
Hoher Aufschlag bei der Wandlung
Investoren können die neuen Anleihen später in Aktien tauschen. Der anfängliche Wandlungspreis liegt bei etwa 2,68 Dollar je Anteilsschein. Das entspricht einem massiven Aufschlag zum aktuellen Kursniveau. Frühestens im Mai 2027 dürfen Anleger diese Option ziehen.
Pipeline rückt in den Fokus
Das frische Geld fließt direkt in die klinische Entwicklung. Ocugen will bis 2028 drei Zulassungsanträge einreichen. Den Anfang macht der Kandidat OCU400 gegen die Augenkrankheit Retinitis pigmentosa. Hier plant das Management den Start des rollierenden Zulassungsverfahrens für das dritte Quartal 2026.
Entscheidende Daten der Phase-III-Studie folgen voraussichtlich Anfang 2027. Parallel dazu drückt das Unternehmen bei einem weiteren Programm aufs Tempo. Ocugen fand die Patienten für die zulassungsrelevante Studie von OCU410ST schneller als geplant. Erste Zwischenergebnisse erwarten Marktbeobachter im Spätsommer.
Steigende Forschungskosten
Das hohe Entwicklungstempo kostet Geld. Die operativen Ausgaben stiegen im ersten Quartal auf 19,4 Millionen Dollar. Unter dem Strich stand ein Nettoverlust von 0,06 Dollar je Aktie. Die finanzielle Basis für die nächsten Schritte steht nun. Im dritten Quartal muss Ocugen mit dem ersten Zulassungsantrag liefern.
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