Ocugen Aktie: Wainwright hebt Kursziel auf $10
H.C. Wainwright hob sein Kursziel an; Ocugen plant weitere Schritte für OCU400 und Aktionäre stimmen am 5. Oktober erneut ab.

- Wainwright hebt Ocugen-Kursziel auf 10 Dollar
- Vorläufige OCU400-Genehmigung auf den Bahamas
- Phase-3-Ergebnisse für erstes Quartal 2027 erwartet
- Aktionärsabstimmung über Aktienzahl am 5. Oktober
Gestern hob das Analysehaus H.C. Wainwright das Kursziel für Ocugen von $9.50 auf $10.00 an und bestätigte seine Kaufempfehlung mit dem Votum „Buy“. Medienberichten zufolge reagierten die Analysten damit auf regulatorische Fortschritte des Unternehmens bei seinem zentralen Entwicklungskandidaten OCU400. Im deutschen Handel notiert die Aktie heute bei 0,9110 Euro und verzeichnet seit Jahresbeginn ein Minus von 27 Prozent.
Die Anhebung des Kursziels unterstreicht das Vertrauen der Experten in den weiteren Entwicklungsverlauf der Gentherapie. Gleichzeitig spiegelt die verhaltene Kursentwicklung an den europäischen Handelsplätzen wider, dass die Marktteilnehmer neben den klinischen Fortschritten auch die anstehenden unternehmensinternen Entscheidungen abwägen.
Fortschritte für OCU400 auf den Bahamas
Hintergrund der Neueinschätzung ist eine behördliche Weichenstellung am vergangenen Freitag. Ocugen gab bekannt, auf den Bahamas eine vorläufige Genehmigung sowie eine Priority Designation für OCU400 erhalten zu haben. Der Gentherapiekandidat wird zur Behandlung von Retinitis pigmentosa entwickelt.
Das Unternehmen plant, OCU400 auf den Bahamas über ein Programm für erweiterten Zugang zur Verfügung zu stellen. Das Ziel ist es, die erste Behandlung innerhalb von 90 Tagen nach Erteilung einer vollständigen Zulassung durchzuführen.
Zugleich hat das Unternehmen den Zeitplan für den US-Markt bekräftigt. Erste Phase-3-Ergebnisse für OCU400 werden für das erste Quartal 2027 erwartet. Darauf aufbauend plant Ocugen, den Zulassungsantrag BLA in den Vereinigten Staaten im zweiten Quartal 2027 einzureichen.
Aktionärsentscheidung zur Aktienanzahl vertagt
Neben den Fortschritten in der Pipeline bleibt die künftige Kapitalstruktur ein zentrales Thema. Vor gut einer Woche vertagten die Aktionäre auf einer außerordentlichen Versammlung die Abstimmung über einen Vorschlag zur Erhöhung der genehmigten Stammaktien um 250 Millionen Stück. Als neuer Termin für die Versammlung wurde der 5. Oktober festgesetzt.
Auf dem vertagten Treffen waren 160 Millionen Aktien vertreten. Dies entsprach einem Anteil von 47,3 Prozent der zum Stichtag am 27. Juli ausstehenden Stammaktien. Für Anleger verbinden sich damit in den kommenden Wochen weichenstellende Beschlüsse zur Unternehmensfinanzierung mit den langfristigen Meilensteinen in der klinischen Entwicklung.
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