Ocugen: Hauptversammlung am 11. Juni 2026

Ocugen plant Reverse Split zur Kapitalsicherung vor entscheidenden klinischen Daten. Die angespannte Finanzlage bleibt das Hauptrisiko.

Die Kernpunkte:
  • Reverse Split von 1:2 bis 1:8 geplant
  • Bargeld reicht bis zum vierten Quartal
  • Phase-3-Daten für OCU400 Anfang 2027
  • Wirtschaftsprüfer zweifeln an Fortbestand

Bei Ocugen prallen zwei Welten aufeinander. Das Biotech-Unternehmen steht kurz vor wichtigen Meilensteinen in der klinischen Forschung. Parallel dazu schrumpfen die Barreserven bedrohlich. Die anstehende Hauptversammlung am 11. Juni rückt diese Diskrepanz in den Fokus.

Reverse Split zur Abstimmung

Aktionäre stimmen auf dem virtuellen Treffen über einen wichtigen Schritt ab. Das Management schlägt einen Reverse Split im Verhältnis von 1:2 bis 1:8 vor. Diese Maßnahme soll die Kapitalstruktur flexibler machen. Das ist ein typisches Werkzeug für Biotech-Firmen mit hohem Kapitalbedarf. Der Stichtag für die Stimmberechtigung ist bereits abgelaufen.

Warnung der Wirtschaftsprüfer

Die finanzielle Lage bleibt das größte Risiko. Ende 2025 wies die Bilanz Barreserven von knapp 19 Millionen US-Dollar aus. Eine Finanzierungsrunde im Januar brachte weitere 22,5 Millionen US-Dollar ein. Damit reicht das Geld voraussichtlich bis zum vierten Quartal 2026.

Kurz gesagt: ein Risiko. Im März äußerten die Wirtschaftsprüfer erhebliche Zweifel am Fortbestand des Unternehmens. Ocugen erwirtschaftete 2025 lediglich 4,4 Millionen US-Dollar Umsatz. Die späten klinischen Studien verschlingen enorme Summen. Eine Verlängerung der Reichweite bis Mitte 2027 hängt von der Ausübung ausstehender Optionsscheine ab.

An der Börse spiegelt sich diese Unsicherheit wider. Die Aktie verlor auf Wochensicht rund 17 Prozent und notiert aktuell bei 1,40 Euro. Seit Jahresbeginn steht dennoch ein Plus von 18 Prozent auf der Anzeigetafel.

Die extrem hohe Volatilität von über 86 Prozent zeigt die Nervosität der Anleger. Der Kurs reagiert empfindlich auf jede neue Entwicklung.

Wichtige Daten im Anmarsch

Trotz der Geldnot treibt Ocugen seine Forschung voran. Das Hauptprodukt OCU400 gegen Retinitis pigmentosa befindet sich in der entscheidenden Phase 3. Die Patientenrekrutierung ist abgeschlossen. Das Unternehmen plant den Zulassungsantrag für das dritte Quartal 2026. Erste Hauptdaten der Studie folgen Anfang 2027.

Auch das Mittel OCU410 liefert Fortschritte. In einer Phase-2-Studie reduzierte sich das Läsionswachstum bei optimaler Dosierung signifikant. Eine groß angelegte Phase-3-Studie soll im dritten Quartal starten.

Das Management peilt bis 2028 drei mögliche Zulassungsanträge an. Der Weg dorthin erfordert jedoch frisches Kapital. Die Abstimmung über den Reverse Split im Juni liefert dem Vorstand das nötige Werkzeug, um die Finanzierung der teuren Schlussphasen abzusichern.

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