Oesterreich Post: Gewinn je Aktie auf 0,22 Euro

Österreich Post verzeichnet Umsatzplus im Paketgeschäft, während Gewinn und Briefsparte rückläufig sind. Der operative Cashflow bleibt stabil.

Die Kernpunkte:
  • Paketvolumen wächst zweistellig
  • Briefumsätze sinken deutlich
  • Operativer Gewinn fällt spürbar
  • Free Cashflow bleibt robust

Wachstum trifft auf Ergebnisdruck

Österreich Post hat im ersten Quartal mehr umgesetzt, verdient aber deutlich weniger als vor einem Jahr. Der Konzern profitiert weiter vom Paket- und Logistikgeschäft, während das klassische Briefgeschäft schrumpft. Genau dieser Mix prägt derzeit die Aktie.

Der Umsatz legte leicht auf 770,7 Millionen Euro zu. Treiber war die Sparte E-Commerce & Logistics mit einem Plus von 6,9 Prozent auf 447,4 Millionen Euro. In Österreich stieg das Paketvolumen um zehn Prozent, in Südost- und Osteuropa um neun Prozent.

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Briefgeschäft bleibt Bremse

Gegenläufig entwickelte sich die Division Brief, Filiale & Services. Dort sank der Umsatz um 7,6 Prozent auf 289,9 Millionen Euro. Der Wandel weg vom adressierten Brief und hin zu digitalen Kanälen belastet das Geschäft weiter.

Auch die Banksparte schwächelte. Ihr Umsatz fiel ebenfalls um 7,6 Prozent auf 35,2 Millionen Euro. Für den Konzern ist das kein Schock, aber ein klarer Hinweis darauf, wie stark das Geschäft noch von strukturellen Verschiebungen geprägt ist.

Gewinn sinkt, Cashflow hält

Unter dem Strich fiel das operative Ergebnis auf 36,8 Millionen Euro nach 48,4 Millionen Euro im Vorjahr. Das Periodenergebnis brach auf 15,3 Millionen Euro ein. Der Gewinn je Aktie sank von 0,56 Euro auf 0,22 Euro.

Belastet wurde das Nettoergebnis unter anderem durch die verbleibende 20-Prozent-Beteiligung an Aras Kargo in der Türkei. Inflation und Wechselkurse drückten hier auf den Bewertungsansatz. Ein Lichtblick bleibt der operative Free Cashflow von 73,4 Millionen Euro. Er zeigt, dass das Geschäftsmodell weiter verlässlich Mittel erwirtschaftet.

Ausblick bleibt intakt

Für das Gesamtjahr hält die Unternehmensführung an der bisherigen Prognose fest. Erwartet wird ein leichter Umsatzanstieg und ein weitgehend stabiles EBIT in der Größenordnung der Vorjahre. Die Investitionen sollen zwischen 140 und 160 Millionen Euro liegen.

Die Aktie notiert aktuell bei 31,10 Euro, damit knapp unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 31,65 Euro. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch beträgt 13,61 Prozent, zugleich liegt der RSI mit 86,8 sehr hoch. Das spricht für eine gespannte Ausgangslage nach den Zahlen.

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