Officefirst sagt Börsengang ab

Eigentlich wollte das Immobilienunternehmen Officefirst am Mittwoch sein Debüt an der deutschen Börse feiern. Doch daraus wird nichts. Denn die Firma, die sich auf Büroimmobilien spezialisiert hat, hat ihren Börsengang abgesagt.

© Officefirst Immobilien AG
© Officefirst Immobilien AG

Begründet wird dies von Officefirst damit, dass sich das Marktumfeld negativ entwickelt hätte. Man habe sich deshalb entschieden, die Neuemissionen abzusagen, obwohl man eine positive Resonanz bei den Investoren gefunden hätte. Insgesamt wollte Officefirst inklusive Mehr-Zuteilung bis zu 888 Millionen € durch das IPO einsammeln. Das Unternehmen selbst verwaltet ein Portfolio von knapp unter 100 Objekten im Gesamtwert von 3,3 Milliarden €.

Wollte Officefirst zu viel?

Die Absage des Börsengangs bringt am Markt allerdings kaum die Gemüter in Wallung. Händler halten die Begründung, dass es ein negatives Marktumfeld für Börsengänge gäbe, für nicht stichhaltig. Das würde man auch schon an den zuletzt erfolgreichen Börsengängen von Innogy, Uniper und anderen Unternehmen sehen. Vielmehr, so die Vermutung, dürfte die sehr ambitionierte Bewertung der Grund für die Absage gewesen sein.

Officefirst hätte versucht, seine neuen Aktien nahe dem Net Asset Value zu platzieren. Nach der schon guten Performance anderer Immobilienaktien hätte das schlicht zu wenig Potenzial geboten. Außerdem sind durch die weiteren Zinsperspektiven die Risiken zu Gewinnmitnahmen deutlich erhöht worden. So glauben auch die wenigsten, dass Officefirst auf absehbare Zeit einen zweiten Versuch starten könnte.

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