OHB: 35-Millionen-Auftrag für SOVA-S
OHB erhält von der ESA den Auftrag für die Kleinsatelliten-Mission SOVA-S. Das Projekt festigt die Position des Konzerns im europäischen Raumfahrtsektor.

- ESA vergibt SOVA-S-Auftrag an OHB
- Kleinsatellit soll atmosphärische Wellen messen
- Auftragsbestand erreicht Rekordhöhe von 3,3 Milliarden
- Aktie gibt nach Kursrallye leicht nach
Die europäische Raumfahrtagentur ESA vertraut auf OHB. Nach einer zehnmonatigen Prüfung erhält das Unternehmen den Zuschlag für die Erdbeobachtungsmission SOVA-S. Das ist ein wichtiger strategischer Erfolg für den Konzern. Die Börse reagiert nach einer beispiellosen Kursrallye dennoch unterkühlt.
Kleine Satelliten, enges Budget
OHB Czechspace führt das Projekt als Hauptauftragnehmer an. Die Mission gehört zum Scout-Programm der ESA. Dieser Ansatz setzt auf kleine Satelliten und schnelle Entwicklungszeiten. OHB plant den Start in weniger als drei Jahren. Das Budget liegt bei maximal 35 Millionen Euro.
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Bessere Daten für die Luftfahrt
SOVA-S untersucht atmosphärische Schwerewellen. Der Satellit blickt dabei auf eine Höhe von 80 bis 120 Kilometern. Ein spezieller Infrarot-Imager misst dort das schwache Leuchten chemischer Reaktionen. Diese Daten verbessern künftige Klima- und Weltraumwettermodelle. Auch die Luftfahrt profitiert durch den Satelliten von exakteren GNSS-Positionsdaten.
Rekordzahlen treffen auf Gewinnmitnahmen
Finanziell trifft das neue Projekt auf prall gefüllte Bücher. OHB meldete für das erste Quartal eine Gesamtleistung von rund 279 Millionen Euro. Das bereinigte operative Ergebnis kletterte um 37 Prozent. Der Auftragsbestand erreichte zuletzt einen neuen Rekordwert von über 3,3 Milliarden Euro.
An der Börse löst die Nachricht keine neue Euphorie aus. Im Gegenteil. Am Freitagnachmittag gab die Aktie um rund drei Prozent auf 595,50 Euro nach. Gewinnmitnahmen überraschen hier kaum. Seit Jahresbeginn steht ein Kursplus von 414 Prozent auf der Anzeigetafel.
Der SOVA-S-Auftrag bringt kurzfristig keine massiven Umsatzsprünge. Vielmehr festigt OHB seine Rolle bei europäischen Institutionen. Die Position als Hauptauftragnehmer im zukunftsträchtigen Kleinsatelliten-Segment sichert dem Konzern den Zugang zu weiteren lukrativen ESA-Budgets.
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