OHB Aktie: 25 Jahre — und jetzt?
Der Raumfahrtkonzern OHB feiert sein Börsenjubiläum mit Rekordauftragsbüchern und peilt einen potenziellen Bundeswehr-Auftrag im Zehn-Milliarden-Euro-Volumen an.

- Potentieller Bundeswehr-Auftrag von bis zu zehn Milliarden Euro
- Auftragsbestand wuchs auf über drei Milliarden Euro
- Ambitionierte Umsatzziele für die kommenden Jahre
- Bilanzpressekonferenz am 19. März als nächster Meilenstein
Vom 15-Millionen-Euro-Startup zum Milliarden-Rüstungsanwärter: OHB SE feierte am 13. März sein 25-jähriges Börsenjubiläum — und blickt dabei nicht zurück, sondern nach oben. Ein potenzieller Bundeswehr-Auftrag im Volumen von bis zu zehn Milliarden Euro könnte das Bremer Unternehmen erneut transformieren.
Vom Telematik-Startup zum Weltraumkonzern
Als die „OHB Teledata AG“ 2001 zu einem Ausgabepreis von 10,50 Euro an die Börse ging, erwirtschaftete das Unternehmen gerade einmal 15 Millionen Euro Gesamtleistung mit 125 Mitarbeitern. Der entscheidende Kurswechsel kam 2002 mit der Übernahme der OHB System AG — seither konsequente Ausrichtung auf Raumfahrt.
Heute beschäftigt der Konzern rund 3.800 Mitarbeiter und erwartet für das Geschäftsjahr 2025 eine Gesamtleistung von rund 1,2 Milliarden Euro. Den Grundstein für diese Entwicklung legte das Bundeswehr-Radarsystem SAR-Lupe, das OHB Anfang der 2000er Jahre als ersten großen Rüstungsauftrag gewann.
Rekordauftragsbücher und angehobene Ziele
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Der Auftragseingang stieg 2025 um 24 Prozent auf rund 2,1 Milliarden Euro, der feste Auftragsbestand wuchs um 47 Prozent auf über 3,1 Milliarden Euro. Beim Capital Market Day im Januar hob das Unternehmen seinen Wachstumsausblick für 2026 und 2027 an.
Die mittelfristigen Zielmarken:
- 2026: 1,4 Mrd. Euro Gesamtleistung, EBITDA-Marge 11 %, EBIT-Marge 8 %
- 2027: 1,7 Mrd. Euro Gesamtleistung, EBITDA-Marge 12 %
- ab 2028: Gesamtleistung über 2,0 Mrd. Euro
- Mittelfristig: Auftragseingang von rund 3 Mrd. Euro jährlich
Treiber sind steigende ESA-Budgets, EU-Raumfahrtprogramme und ein deutlich wachsendes Verteidigungsgeschäft.
SATCOMBw Stufe 4: Der größte Auftrag der Firmengeschichte?
Gemeinsam mit Airbus und Rheinmetall bewirbt sich OHB um das Bundeswehr-Satellitenprogramm SATCOMBw Stufe 4 — eine Konstellation von 100 bis 200 Satelliten im niedrigen Erdorbit, die bis 2029 eine von US-Systemen unabhängige Kommunikation der Bundeswehr ermöglichen soll. Das Auftragsvolumen: bis zu zehn Milliarden Euro.
Reicht der Kauf eines Werks in Schöneck, Sachsen, im Oktober 2025 als Beleg dafür, wie ernst OHB dieses Projekt nimmt. Die Anlage wurde explizit für eine mögliche Satelliten-Serienfertigung in diesem Maßstab erworben. Der endgültige Zuschlag wird allerdings noch mehrere Monate auf sich warten lassen — europäische Konkurrenz formiert sich.
Zusätzliche Impulse kommen aus dem zivilen Geschäft: Die vollständig übernommene Tochter MT Aerospace hält einen zehnprozentigen Produktionsanteil an der Ariane 6, deren Erlöse nun vollständig in die Konzernbilanz fließen. Hinzu kommt ein ESA-Vertrag über 81,2 Millionen Euro für die Asteroiden-Mission RAMSES, dessen Gesamtvolumen auf rund 150 Millionen Euro anwachsen soll.
Am 19. März präsentiert OHB auf der Bilanzpressekonferenz den testierten Jahresabschluss 2025. Entscheidend wird dabei sein, ob die Margenentwicklung mit dem starken Umsatzwachstum bereits Schritt hält — der erste belastbare Datencheck für die ambitionierte Wachstumsstrategie.
OHB SE-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue OHB SE-Analyse vom 15. März liefert die Antwort:
Die neusten OHB SE-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für OHB SE-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 15. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
OHB SE: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




