OHB Aktie: Milliarden-Auftrag beflügelt
OHB verhandelt über Beteiligung am bis zu 10 Mrd. Euro schweren Projekt SATCOMBw Stufe 4. Die Aussicht auf langfristige Umsätze trieb den Aktienkurs deutlich an.

- Offizielle Ad-hoc-Mitteilung zu Rüstungsprojekt-Gesprächen
- Potenzielle Allianz mit Airbus und Rheinmetall
- Auftragsbestand wuchs zuletzt um 47 Prozent
- Ambitionierte Umsatz- und Margenziele für 2026
Ein potenzieller Rüstungsauftrag in historischer Dimension versetzt Anleger in Kauflaune. Der Raumfahrtkonzern OHB hat offizielle Gespräche über ein gigantisches Satellitennetzwerk für die Bundeswehr bestätigt. Doch wie realistisch ist der Zuschlag für das bis zu zehn Milliarden Euro schwere Projekt?
Gestern machte das Management die Spekulationen per Ad-hoc-Mitteilung offiziell. OHB verhandelt über eine Beteiligung am Projekt „SATCOMBw Stufe 4“, das ein souveränes, von den USA unabhängiges Kommunikationsnetzwerk für das deutsche Militär aufbauen soll. Die Aussicht auf langfristig gesicherte Umsätze trieb den Kurs im Xetra-Handel prompt um 13,7 Prozent auf 257 Euro nach oben.
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Starke Allianz für das Megaprojekt
Um sich gegen die harte europäische Konkurrenz durchzusetzen, formiert sich ein schlagkräftiges Bündnis. OHB erwägt eine gemeinsame Bewerbung mit Airbus Defence and Space sowie Rheinmetall. Während Rheinmetall die Systemintegration übernehmen soll, wären OHB und Airbus für die technologische Basis der rund 100 geplanten Satelliten im niedrigen Erdorbit zuständig.
Dass die Bremer sich intensiv auf dieses Volumen vorbereiten, zeigt ein Blick in die jüngste Vergangenheit: Bereits im Oktober 2025 wurde ein neues Werk in Sachsen übernommen, um die nötigen Kapazitäten für eine Serienfertigung aufzubauen, die eine dreistellige Stückzahl erreichen könnte.
Volle Auftragsbücher und neue Ziele
Das operative Fundament für derartige Großprojekte erweist sich als stabil. In den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres wuchs der Auftragsbestand um 47 Prozent auf über 3,1 Milliarden Euro an. Zusätzlichen Rückenwind liefern frische Verträge wie die europäische Asteroiden-Mission RAMSES sowie die vollständige Integration der Tochter MT Aerospace. Da diese wichtige Komponenten für die Ariane-6-Rakete fertigt, fließen die Erlöse aus dem gestiegenen Produktionstakt nun direkt in die Konzernbilanz.
Entsprechend selbstbewusst hob das Management kürzlich die mittelfristigen Ziele an. Getrieben von steigenden Budgets im Verteidigungsmarkt peilt das Unternehmen für 2026 eine Gesamtleistung von 1,4 Milliarden Euro bei einer EBITDA-Marge von 11 Prozent an.
Ob die starke operative Dynamik bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr die erhoffte Profitabilität geliefert hat, wird sich in Kürze zeigen. Am 19. März präsentiert OHB den testierten Jahresabschluss für 2025. Anleger werden dabei besonders auf die Entwicklung der Liquidität achten, da die umfangreiche Projektpipeline hohe Vorabinvestitionen erfordert.
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