OHB Aktie: Milliarden-Auftrag möglich

Der Bremer Raumfahrtkonzern verhandelt über ein Rüstungsprojekt im zweistelligen Milliardenbereich und profitiert vom erfolgreichen Start der Ariane-6-Rakete. Die Jahreszahlen für 2025 werden am 19. März erwartet.

Die Kernpunkte:
  • Verhandlungen über Bundeswehr-Satellitenprojekt mit Rheinmetall
  • Erfolgreicher erster kommerzieller Start der Ariane 6
  • Starker Auftragseingang und Umsatzwachstum 2025
  • Ambitionierte Umsatzziele bis 2028 angekündigt

Der Bremer Raumfahrtkonzern verhandelt mit Rheinmetall über ein Bundeswehr-Satellitenprojekt im Wert von bis zu zehn Milliarden Euro. Gleichzeitig profitiert OHB vom erfolgreichen Ariane-6-Start und legt am 19. März seinen Jahresabschluss vor. Ein dichtes Nachrichtenpaket für das Unternehmen.

SATCOMBw Stufe 4 im Fokus

OHB bestätigte per Ad-hoc-Mitteilung Verhandlungen mit Rheinmetall über ein gemeinsames Konsortium für das Bundeswehr-Projekt „SATCOMBw Stufe 4″. Das Vorhaben zählt zu den größten Ausrüstungsprojekten der deutschen Streitkräfte: Geplant sind 100 bis 200 Satelliten im niedrigen Erdorbit, die der Bundeswehr globale Konnektivität ermöglichen sollen.

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Die Rollenverteilung im angestrebten Konsortium ist definiert: Rheinmetall würde die militärische Integration übernehmen, OHB die Satellitenfertigung und das Engineering. Um die Ernsthaftigkeit zu unterstreichen, erwarb OHB bereits im Oktober 2025 ein Fertigungswerk in Schöneck, Sachsen – gedacht für eine mögliche Serienproduktion.

Der Wettbewerb bleibt intensiv. Airbus Defence and Space, Betreiber der bestehenden SATCOMBw-Stufen, führt eigene Gespräche mit dem Verteidigungsministerium. Zusätzlich entsteht durch die angekündigte Fusion der Raumfahrtsparten von Airbus, Thales und Leonardo ein europäischer Großkonzern, der das Wettbewerbsumfeld verändern würde.

Ariane 6 bringt operative Impulse

Das zivile Raumfahrtgeschäft liefert handfeste Beiträge. Die Ariane 6 absolvierte am 12. Februar ihren ersten kommerziellen Einsatz und brachte 32 Satelliten für Amazons Breitbandkonstellation in den Orbit. Die OHB-Tochter MT Aerospace fertigt Tanks und Strukturkomponenten für die Trägerrakete und hält einen Arbeitsanteil von zehn Prozent am Gesamtprogramm.

Entscheidend: Im Oktober 2025 erlangte OHB die vollständige Eigentümerschaft an MT Aerospace. Damit fließen sämtliche Erlöse aus dem Produktionshochlauf nun vollständig in den Konzernabschluss ein. Der Februar-Start markierte zugleich den Beginn der Erfüllung des größten kommerziellen Vertrags in der Geschichte von Arianespace – 18 fest gebuchte Starts für Amazon.

Wachstum mit ambitionierten Zielen

In den ersten neun Monaten 2025 steigerte OHB die Gesamtleistung um 21 Prozent auf 863,5 Millionen Euro. Das EBITDA kletterte von 62,4 Millionen auf 75,5 Millionen Euro. Der Auftragseingang legte um 24 Prozent auf rund 2,1 Milliarden Euro zu, der feste Auftragsbestand wuchs um 47 Prozent auf über 3,1 Milliarden Euro.

Für die kommenden Jahre hob OHB die Ziele an: 2026 soll die Gesamtleistung 1,4 Milliarden Euro erreichen bei einer EBITDA-Marge von elf Prozent. 2027 peilt der Konzern 1,7 Milliarden Euro Umsatz und eine EBITDA-Marge von zwölf Prozent an. Ab 2028 sollen mehr als zwei Milliarden Euro Gesamtleistung erzielt werden.

Der Jahresabschluss 2025 erscheint am 19. März. Dieser Bericht wird zeigen, ob die Profitabilität mit dem Umsatzwachstum Schritt hält – insbesondere die Margenentwicklung steht im Blickpunkt. Mit dem SATCOMBw-Projekt, der Ariane-6-Konsolidierung und den angehobenen Mittelfristzielen befindet sich OHB in einer Phase strategischer Weichenstellungen.

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