OHB Aktie: Rekordbestand nach Schweden-Deal
Der Raumfahrtkonzern OHB meldet einen Rekordauftragsbestand nach einem großen ESA-Deal und profitiert von steigenden Budgets für zivile und militärische Raumfahrtprojekte.

- Rekordauftrag für 20 Wettersatelliten von der ESA
- Auftragsbestand erreicht historische 3,19 Milliarden Euro
- Management erhöht Wachstumsausblick für 2026 und 2027
- Potenzial durch milliardenschweres Bundeswehr-Projekt
Der Raumfahrtkonzern OHB hat sich über seine schwedische Tochtergesellschaft ein historisches ESA-Projekt im Wert von knapp einer Viertelmilliarde Euro gesichert. Dieser Erfolg reiht sich nahtlos in ein starkes Geschäftsjahr 2025 ein, das dem Unternehmen einen beispiellosen Auftragsbestand bescherte. Entsprechend selbstbewusst schraubt das Management nun die mittelfristigen Erwartungen nach oben.
Wettersatelliten im New-Space-Tempo
Den Zuschlag für das EPS-Sterna-Programm im Wert von 248 Millionen Euro erhielt OHB Sweden am vergangenen Mittwoch. Der Vertrag umfasst die Entwicklung und den Bau von 20 Kleinsatelliten für die europäische Wetterbeobachtung. Als Türöffner fungierte dabei ein zuvor erfolgreich absolviertes Demonstrator-Projekt. Den sogenannten Arctic Weather Satellite hatte die schwedische Tochter im schnellen New-Space-Ansatz innerhalb von nur drei Jahren realisiert. Ab 2029 sollen die neuen Sterna-Satelliten nun detaillierte Klimadaten liefern und bestehende Beobachtungslücken über der Arktis schließen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei OHB SE?
Volle Auftragsbücher stützen Wachstum
Der schwedische Rekordauftrag fällt in eine Phase operativer Stärke. Das kürzlich vorgelegte Jahresergebnis für 2025 weist deutliche Zuwächse auf. Besonders die zukünftige Erlössichtbarkeit hat sich durch prall gefüllte Auftragsbücher signifikant verbessert.
Die wichtigsten Kennzahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres:
* Umsatzsteigerung auf 1,25 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,03 Milliarden)
* Anstieg des bereinigten EBIT auf 84,0 Millionen Euro
* Rekord-Auftragsbestand von 3,19 Milliarden Euro
Das Segment Space Systems macht mit 2,51 Milliarden Euro den Löwenanteil dieses Bestands aus. Eine starke operative Marge von 11,6 Prozent im Schlussquartal übertraf bereits die internen Zielvorgaben für das laufende Jahr.
Militärische Budgets als nächster Treiber
Gestützt auf diese Zahlen hat OHB den Wachstumsausblick für die Jahre 2026 und 2027 angehoben. Neben steigenden ESA-Budgets rückt zunehmend der Verteidigungsmarkt in den Fokus. Deutschland plant weitreichende Investitionen in eine militärische Weltrauminfrastruktur. Aktuell läuft das Vergabeverfahren für das Projekt SATCOMBw Stage 4. Dieses unabhängige Satellitenkommunikationsnetzwerk der Bundeswehr birgt ein geschätztes Gesamtvolumen von bis zu zehn Milliarden Euro und stellt für OHB den nächsten potenziellen Wachstumsschub dar.
Wie stark sich das verbesserte Marktumfeld bereits zu Jahresbeginn niederschlägt, wird der 7. Mai 2026 zeigen. An diesem Tag präsentiert OHB die Zahlen für das erste Quartal. Da sich über 94 Prozent der Anteile fest in den Händen der Gründerfamilie Fuchs sowie des Investors KKR befinden, dürfte der geringe Streubesitz von 5,7 Prozent bei weiteren Auftragseingängen für spürbare Kursbewegungen sorgen.
OHB SE-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue OHB SE-Analyse vom 22. März liefert die Antwort:
Die neusten OHB SE-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für OHB SE-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
OHB SE: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




