OHB Aktie: Rekordzahlen statt Rückzug

Der Bremer Raumfahrtkonzern OHB bleibt an der Börse und meldet einen historischen Auftragsbestand. Das Management hebt die Umsatzziele bis 2028 deutlich an.

Die Kernpunkte:
  • Strategische Kehrtwende: Börsennotierung wird beibehalten
  • Auftragsbestand erreicht Rekordwert von 3,19 Milliarden Euro
  • Umsatzziele für 2028 auf über zwei Milliarden Euro angehoben
  • Fokus auf militärische und zivile Raumfahrtprojekte

Die monatelangen Spekulationen um einen Abschied vom Kapitalmarkt sind beendet. Entgegen der ursprünglichen Pläne nach dem Einstieg des Investors KKR behält der Bremer Raumfahrtkonzern OHB seine Börsennotierung bei. Passend zu dieser strategischen Kehrtwende präsentiert das Management einen historischen Auftragsbestand und schraubt die Erwartungen für die kommenden Jahre spürbar nach oben.

Transparenz als Trumpfkarte

Ursprünglich sollte das Unternehmen abseits der öffentlichen Märkte umgebaut werden. Nun argumentiert CEO Marco Fuchs genau gegenteilig: Die Transparenz einer Börsennotierung stärke das Vertrauen öffentlicher Auftraggeber enorm. Zudem sichere sie langfristig den Zugang zu frischem Kapital.

Das ist eine bemerkenswerte Entscheidung, da der Streubesitz der Aktie mit lediglich 5,7 Prozent extrem dünn gehandelt wird. Die Gründerfamilie und das Private-Equity-Unternehmen KKR halten weiterhin die absolute Mehrheit der Anteile fest in ihren Händen.

Volle Auftragsbücher treiben Wachstum

Die operative Basis für dieses klare Börsenbekenntnis könnte kaum solider sein. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2025 kletterte der Umsatz um 21 Prozent auf knapp 1,25 Milliarden Euro. Gleichzeitig erreichte der feste Auftragsbestand mit 3,19 Milliarden Euro einen neuen Höchstwert.

Ein wesentlicher Treiber für diese Dynamik ist die zunehmende Verschmelzung von ziviler Raumfahrt und militärischer Verteidigung. Auf dem derzeit stattfindenden Munich Space Summit positioniert sich OHB aktiv für milliardenschwere öffentliche Ausschreibungen. Im Fokus steht dabei unter anderem das Bundeswehr-Projekt SATCOMBw Stufe 4, für das die Bremer bereits Kooperationsgespräche mit Rheinmetall führen.

Gestützt durch steigende europäische Verteidigungsbudgets und ein massives ESA-Budget blickt das Management äußerst optimistisch in die Zukunft. Für das laufende Jahr peilt der Konzern nun eine Gesamtleistung von 1,4 Milliarden Euro bei einer operativen Marge von rund elf Prozent an. Bis 2028 sollen die Erlöse sogar die Marke von zwei Milliarden Euro durchbrechen.

Mit dem Verzicht auf das Delisting und den prall gefüllten Auftragsbüchern hat OHB ein starkes Fundament für die mittelfristige Strategie gelegt. Den nächsten konkreten Einblick in die operative Umsetzung dieser ehrgeizigen Wachstumspläne liefert das Unternehmen am 7. Mai 2026 mit der Vorlage der Geschäftszahlen für das erste Quartal.

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