OHB Aktie: Rheinmetall-Gespräche

OHB führt Gespräche mit Rheinmetall über eine mögliche Zusammenarbeit bei staatlichen Vergabeverfahren, darunter das Satellitenprojekt SatcomBw Stufe 4. Das Unternehmen hat zuletzt seinen Wachstumsausblick angehoben.

Die Kernpunkte:
  • Gespräche über mögliche Kooperation bei Bundeswehrprojekten
  • Satellitenprojekt SatcomBw Stufe 4 als möglicher Hintergrund
  • Unternehmen hebt Wachstums- und Margenziele für 2026/2028 an
  • Auftragsbestand und -eingang zeigen deutliches Plus

OHB bringt Bewegung in den Verteidigungs-Case: Der Konzern hat heute offiziell bestätigt, dass er mit Rheinmetall über eine mögliche Kooperation spricht. Hintergrund sind mögliche Vergabeverfahren der öffentlichen Hand – im Markt wird dabei vor allem ein großes Bundeswehr-Projekt zur militärischen Satellitenkommunikation genannt. Entscheidend wird sein, ob aus den Gesprächen eine konkrete Zusammenarbeit für künftige Ausschreibungen entsteht.

Wichtige Fakten kurz zusammengefasst:
– OHB bestätigt „laufende Gespräche“ mit Rheinmetall zu einer möglichen Kooperation bei öffentlichen Vergabeverfahren.
– Im Raum steht laut Medienberichten das Bundeswehr-Projekt „SatcomBw Stufe 4“ (Start ab 2029 mit über 100 kleineren Satelliten).
– OHB hat zuletzt den Wachstumsausblick angehoben und meldet steigende Auftragseingänge sowie einen deutlich höheren Auftragsbestand.

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Ad-hoc: Kooperation für Vergabeverfahren

In einer Ad-hoc-Mitteilung (gemäß Art. 17 MAR) reagierte OHB auf Kapitalmarktgerüchte und bestätigte die laufenden Gespräche mit dem Rheinmetall-Konzern. Inhaltlich geht es um eine mögliche Kooperation, um sich an „möglichen Vergabeverfahren der öffentlichen Hand“ zu beteiligen.

Konkrete Vertragsdetails oder eine finale Entscheidung nennt die Mitteilung nicht. Sie setzt aber einen klaren Rahmen: Es geht um potenzielle staatliche Großaufträge im Verteidigungsumfeld – ein Bereich, in dem Projekte oft langfristig angelegt sind und die Vergabe selbst zum zentralen Kurstreiber werden kann.

SatcomBw Stufe 4: Das Projekt im Hintergrund

Laut Berichten dreht sich das Interesse am möglichen Schulterschluss um „SatcomBw Stufe 4“. Dabei soll ab 2029 eine sichere Kommunikationsinfrastruktur für die Bundeswehr entstehen – dem Vernehmen nach über 100 kleinere Satelliten.

Als Wettbewerber um den Auftrag wird Airbus Defense and Space genannt, das bereits die Stufen 2 und 3 von SatcomBw betreibt. Das unterstreicht: Der mögliche Zuschlag ist kein Selbstläufer, sondern Teil eines Wettbewerbs um eine strategisch wichtige Plattform.

Ausblick angehoben, Aufträge ziehen an

Bereits auf dem Capital Market Day hatte OHB den Wachstumsausblick für die kommenden Jahre nach oben angepasst. Für 2026 nennt das Unternehmen eine Gesamtleistung von 1,4 Mrd. Euro bei 11% EBITDA-Marge und 8% EBIT-Marge. Für 2028 stellt OHB mehr als 2,0 Mrd. Euro Gesamtleistung sowie Margen von über 12% (EBITDA) und über 9% (EBIT) in Aussicht.

Auch die operative Entwicklung liefert Rückenwind: Für die ersten neun Monate 2025 meldete OHB eine Gesamtleistung von 863,5 Mio. Euro (+21%) und ein EBIT von 46,0 Mio. Euro (+32%). Der Auftragsbestand lag bei 3.117 Mio. Euro, ein Plus von 47% gegenüber dem Vorjahr. Für das Gesamtjahr 2025 erwartet der Vorstand rund 1,2 Mrd. Euro Gesamtleistung sowie etwa 9% EBITDA-Marge und rund 6% EBIT-Marge.

Auf der Auftragsseite meldete OHB zudem für 2025 einen Auftragseingang von rund 2,1 Mrd. Euro (+24%) und nennt mittelfristig ein Ziel von durchschnittlich rund 3 Mrd. Euro Auftragseingang pro Jahr.

Zum Rahmen gehört außerdem: Ein Delisting ist laut Aussage auf dem Capital Market Day derzeit nicht geplant, die Börsennotierung soll bestehen bleiben.

Das nächste konkrete Ereignis im Kalender sind die Geschäftsjahreszahlen 2025 am 19. März 2026; außerdem findet die Hauptversammlung am 24. Juni 2026 statt.

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