OHB Aktie: Stützung durch J.P. Morgan endet

J.P. Morgan beendet Kursstützung bei OHB. Die Aktie testet nun die wichtige 200-Tage-Linie, nachdem sie bereits 20% unter dem Ausgabepreis notiert.

Die Kernpunkte:
  • J.P. Morgan beendet Stabilisierungsmaßnahmen
  • Aktie notiert 20% unter Ausgabepreis
  • 200-Tage-Durchschnitt wird getestet
  • Monatsverlust von 34,60 Prozent

J.P. Morgan hat aufgehört, den Kurs von OHB zu stützen. Für die Aktie des Bremer Raumfahrtkonzerns fällt damit eine wichtige Absicherung weg. Und das ausgerechnet an einer kritischen charttechnischen Marke.

Die Stabilisierung ist vorbei

J.P. Morgan SE fungierte als Stabilisierungskoordinator für das Aktienangebot von OHB. Die Bank kaufte zwischen dem 20. und 24. Juli 2026 gezielt Inhaberaktien über Xetra, um den Kurs zu stützen. Mit diesem Termin endet der gesamte Stabilisierungszeitraum, der bereits am 24. Juni 2026 begonnen hatte.

Der Hintergrund: OHB hatte im Sommer sein Grundkapital deutlich erweitert. Zwei Tranchen neuer Aktien brachten dem Unternehmen brutto rund 484 Millionen Euro ein. Der Platzierungspreis lag bei 300 Euro je Aktie – ein Niveau, das der Kurs seit Ende Juni mehrfach verfehlt hat.

Am Freitag schloss die Aktie bei 240,00 Euro. Das liegt rund 20 Prozent unter dem damaligen Ausgabepreis der neuen Aktien.

Der Kurs testet die 200-Tage-Linie

Mit dem Ende der Stützungsmaßnahme rückt die Charttechnik in den Fokus. Der 200-Tage-Durchschnitt liegt bei 240,76 Euro – nur 0,31 Prozent über dem aktuellen Kurs. OHB testet damit exakt diese langfristige Trendlinie.

Auf Monatssicht hat die Aktie bereits 34,60 Prozent verloren. Der scharfe Rückgang der vergangenen Wochen trifft nun auf einen fehlenden Stabilisator und eine besonders sensible Chartmarke.

Ob sich der Kurs an der 200-Tage-Linie fängt oder sie unterschreitet, entscheidet sich in den kommenden Handelstagen. Fällt die Aktie darunter, öffnet sich charttechnisch Raum für weiteren Abgabedruck. Hält die Linie, könnte sie zum Fundament für eine Stabilisierung werden – diesmal ohne die Schützenhilfe von J.P. Morgan.

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