OHB Aktie: Zehn-Milliarden-Deal lockt
Der Raumfahrtkonzern OHB positioniert sich im Konsortium für ein milliardenschweres Satellitennetzwerk der Bundeswehr und verzeichnet zugleich starkes operatives Wachstum.

- Konsortium für Satellitenprojekt im Wert von 10 Mrd. Euro
- Auftragsbestand wuchs um 47 Prozent auf 3,1 Mrd. Euro
- Management korrigierte mittelfristige Finanzziele nach oben
- Geprüfter Jahresabschluss für 2025 steht bevor
Ein geplantes Satellitennetzwerk für die Bundeswehr könnte die europäische Raumfahrtlandschaft neu ordnen. Mit einem geschätzten Volumen von bis zu zehn Milliarden Euro formiert sich für das Projekt SATCOMBw Stufe 4 ein mächtiges Konsortium. Mittendrin positioniert sich der Bremer Raumfahrtkonzern OHB, der neben diesen strategischen Verhandlungen auch operativ deutliches Wachstum verzeichnet.
Konsortium für souveränes Satellitennetzwerk
Ziel des Großprojekts ist ein unabhängiges Kommunikationsnetz im niedrigen Erdorbit, bestehend aus 100 bis 200 Satelliten. Laut übereinstimmenden Berichten und einer Ad-hoc-Mitteilung von Anfang der Woche loten Airbus, Rheinmetall und OHB ein gemeinsames Vorgehen aus. Die Rollenverteilung zeichnet sich dabei bereits ab. Während Rheinmetall die militärische Systemintegration übernehmen soll, fiele OHB die Entwicklung und Serienfertigung der Satelliten zu. Dass die Bremer dieses Szenario ernst nehmen, belegt die Übernahme eines Werks im sächsischen Schöneck im vergangenen Herbst, um rechtzeitig entsprechende Fertigungskapazitäten aufzubauen.
Starkes operatives Fundament
Abseits der militärischen Auftragsfantasie liefert das Kerngeschäft belastbare Zahlen. Der Auftragseingang kletterte im abgelaufenen Jahr um 24 Prozent auf rund 2,1 Milliarden Euro. Der feste Auftragsbestand wuchs sogar um 47 Prozent auf über 3,1 Milliarden Euro an. Bereits in den ersten neun Monaten 2025 verzeichnete die Gruppe einen Umsatzanstieg von 21 Prozent, wobei sich das operative Ergebnis (EBITDA) auf 75,5 Millionen Euro verbesserte.
Zusätzlichen operativen Rückenwind liefert der erfolgreiche kommerzielle Erstflug der Ariane 6 Mitte Februar. Da OHB seine Tochtergesellschaft MT Aerospace Ende 2025 vollständig übernommen hat, fließen die Erlöse aus der Fertigung wichtiger Trägerkomponenten nun komplett in die Konzernbilanz. Flankiert wird diese Entwicklung von einem neuen ESA-Auftrag über 81,2 Millionen Euro für die Asteroiden-Mission RAMSES, den sich die italienische Tochtergesellschaft kürzlich sicherte.
Angehobene Prognose und anstehende Zahlen
Gestützt auf steigende Budgets der Europäischen Weltraumorganisation und nationaler Verteidigungskunden hat das Management bereits im Januar die mittelfristigen Finanzziele nach oben korrigiert. Die konkreten Zielmarken für die Gesamtleistung stellen sich wie folgt dar:
- 2026: 1,4 Milliarden Euro (bei 11 Prozent EBITDA-Marge)
- 2027: 1,7 Milliarden Euro (bei 12 Prozent EBITDA-Marge)
- Ab 2028: Über 2,0 Milliarden Euro jährlich
Ob die starke operative Dynamik der ersten neun Monate bis zum Jahresende in eine solide Profitabilität umgemünzt wurde, zeigt sich am kommenden Donnerstag. Am 19. März veröffentlicht OHB den geprüften Konzernabschluss für 2025 und wird detaillierte Einblicke in die Liquiditätslage im Vorfeld der anstehenden Großprojekte geben.
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