OHB: EBITDA um 31 Prozent gestiegen
OHB verbessert im ersten Halbjahr 2026 Ergebnis und Bilanz, bestätigt die Jahresziele und verfügt über eine umfangreiche Projektpipeline.

- Bereinigtes EBITDA steigt um 31 Prozent
- Jahresprognose für 2026 bestätigt
- Kapitalerhöhung stärkt finanzielle Flexibilität
- Aktie verliert binnen Monatsfrist 20 Prozent
OHB SE hat seine Profitabilität im ersten Halbjahr 2026 deutlich gesteigert, während die Aktie unter erheblichem Verkaufsdruck steht. Der Raumfahrt- und Rüstungskonzern wies eine Gesamtleistung von 628 Millionen Euro sowie ein bereinigtes EBITDA von 60 Millionen Euro aus – ein Plus von 31 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Die bereinigte EBITDA-Marge kletterte von 8,2 Prozent auf 9,6 Prozent. Für das Gesamtjahr 2026 bestätigte das Unternehmen seine Prognose von 1,4 Milliarden Euro Gesamtleistung und einer bereinigten EBITDA-Marge zwischen 10,5 und 11 Prozent.
Der Auftragsbestand erreichte laut Unternehmensangaben ein Rekordhoch, die Projektpipeline umfasst nach eigenen Angaben rund 20 Milliarden Euro an potenziellen neuen Vorhaben. Das operative Bild steht damit im Kontrast zur Kursentwicklung: Die Aktie schloss am Dienstag bei 186,60 Euro, ein Minus von 1,4 Prozent gegenüber dem Vortag. Auf Monatssicht steht ein Rückgang von 20 Prozent zu Buche, der Titel notiert damit 21 Prozent unter seinem 50-Tage-Durchschnitt.
Kapitalerhöhung belastet Bilanz mit Einmalkosten
In den Halbjahreszahlen schlugen sich rund 21,4 Millionen Euro Transaktionskosten nieder, die im Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung von 484 Millionen Euro standen, die OHB Ende Juni und Anfang Juli abgeschlossen hatte.
Im Zuge der Emission von gut 1,6 Millionen neuen Aktien behielt die Familie Fuchs mit 60,3 Prozent die Mehrheit, während der Investor KKR über seine Beteiligungsgesellschaft Orchid Lux HoldCo auf 19,7 Prozent kommt. Der Streubesitz liegt ebenfalls bei 19,7 Prozent.
Finanziell zahlte sich der Schritt aus: Die Nettoverschuldung verbesserte sich auf minus 1,1x, nachdem sie im ersten Halbjahr 2025 noch bei 1,9x gelegen hatte. OHB verfügt damit über deutlich mehr finanziellen Spielraum, um die wachsende Auftragspipeline zu bedienen – ein Aspekt, der angesichts der kapitalintensiven Raumfahrtprojekte des Konzerns an Bedeutung gewinnt.
Operative Meilensteine untermauern Wachstumskurs
Neben den Zahlen lieferte OHB zuletzt auch operative Fortschritte. Der Wettersatellit MTG-I2 startete Ende August erfolgreich an Bord einer Ariane 6 vom europäischen Weltraumbahnhof. Ende Juli hatte zudem die italienische Weltraumbehörde ASI einen Auftrag für die Erdbeobachtungsmission PRISMA Second Generation an die Tochter OHB Italia vergeben.
Bereits im Juni hatte OHB seine Position in der Raumfahrt-Wertschöpfungskette gestärkt, indem der Konzern die verbleibenden 30 Prozent an der MT Aerospace AG übernahm und damit Alleinaktionär wurde. Diese Konsolidierung passt zur Strategie, zentrale Fertigungskompetenzen im eigenen Konzern zu bündeln, statt auf externe Zulieferer angewiesen zu sein.
Ausblick: Investorentermine im September
Trotz der operativen Fortschritte bleibt die Marktreaktion verhalten – der Relative-Stärke-Index von 36,1 signalisiert eine überverkaufte Aktie, die annualisierte 30-Tage-Volatilität von 77 Prozent unterstreicht die Nervosität im Handel.
Anleger richten den Blick nun auf kommende Auftritte des Managements: OHB nimmt am 9. und 10. September an der Jefferies Industrials Conference teil, gefolgt von der Berenberg & Goldman Sachs German Corporate Conference am 21. September.
Die nächsten Konzernzahlen zum dritten Quartal sind für den 12. November terminiert. Bis dahin dürfte sich zeigen, ob der operative Rückenwind die Kapitalmarktkommunikation stabilisieren kann.
OHB SE-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue OHB SE-Analyse vom 9. September liefert die Antwort:
Die neusten OHB SE-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für OHB SE-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 9. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
OHB SE: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




