OHB: Q2-Bericht am 6. August erwartet

OHB präsentiert am 6. August Q2-Zahlen nach Kapitalerhöhung. Aktie fiel seit Mai, bleibt aber mit 96,58% im Plus.

Die Kernpunkte:
  • Q2-Bericht am 6. August
  • Kurs minus 1,71 Prozent
  • Kapitalerhöhung brachte 484 Mio. Euro
  • Rekordauftragsbestand im ersten Quartal

OHB steuert auf eine entscheidende Woche zu. Am 6. August legt der Bremer Raumfahrtkonzern seine Q2-Zahlen vor — und die Anleger sind nervös. Der Kurs ist seit dem Mai-Hoch massiv eingebrochen, aktuell notiert die Aktie bei 230,00 Euro.

Kursrückgang vor dem Zahlenwerk

Der jüngste Handelstag brachte ein Minus von 1,71 Prozent, auf Wochensicht steht ein Rückgang von 4,37 Prozent zu Buche. Trotzdem bleibt die Aktie seit Jahresbeginn mit einem Plus von 96,58 Prozent deutlich im positiven Bereich. Der massive Kursverfall der vergangenen Wochen relativiert sich also vor dem Hintergrund einer starken Rallye, die dem Titel vorausging.

Q2-Bericht steht im Mittelpunkt

Der Halbjahresbericht ist das zentrale Ereignis der Woche. Bereits Ende Juli hatte OHB eine formale Vorankündigung zur Veröffentlichung von Finanzberichten gemäß den Vorgaben des Wertpapierhandelsgesetzes vorgenommen.

Im ersten Quartal hatte OHB einen Rekordauftragsbestand vermeldet. Jetzt richtet sich der Blick der Investoren auf eine zentrale Frage: Konnte das Unternehmen dieses Wachstumstempo auch im zweiten Jahresviertel halten? Der Kursrückgang seit dem Mai-Hoch dürfte auch mit dieser Unsicherheit zusammenhängen.

Kapitalerhöhung belastet den Kurs

Die hohe Schwankungsbreite der vergangenen Wochen hat noch einen zweiten Grund. Im Sommer hatte OHB eine Kapitalerhöhung mit Bezugsrechten abgeschlossen. Der Vorstand hatte die Maßnahme am 22. Juni unter teilweiser Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2025 beschlossen.

Aus beiden Tranchen flossen OHB Bruttoerlöse von rund 484 Millionen Euro zu. Der größte Teil entfiel auf die erste Tranche mit 1.605.388 neuen Aktien, die im Rahmen einer Privatplatzierung bei qualifizierten internationalen Investoren platziert wurden. Der Streubesitz hat sich dadurch spürbar ausgeweitet.

Diese zusätzliche Aktienmenge am Markt dürfte neben Gewinnmitnahmen nach der starken Rallye zu den Faktoren zählen, die den Kurs seit Mai belasten. Zwei Effekte überlagern sich also: die technische Verwässerung durch neue Aktien und die grundsätzliche Unsicherheit vor dem Zahlenwerk.

Am Donnerstag zeigt sich, ob OHB seinen Rekord-Auftragsbestand aus dem ersten Quartal in entsprechendes Umsatz- und Ergebniswachstum übersetzen konnte. Die Berichtssaison im europäischen Raumfahrt- und Rüstungssektor liefert in der kommenden Woche zusätzlich einen Vergleichsmaßstab, an dem sich die Erwartungen für OHB messen lassen.

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