OHB SE Aktie: Auftragsbestand springt auf 3,35 Milliarden
Die Frist für Aktionärsstellungnahmen zur OHB-Hauptversammlung läuft aus. Der Kurs fiel zuvor um 7 Prozent, während der Auftragsbestand auf 3,35 Milliarden Euro stieg.

- Frist für Stellungnahmen endet heute
- Kursrutsch um 7 Prozent am 1. Juni
- Auftragsbestand steigt auf 3,35 Milliarden
- Virtuelle HV am 8. Juni geplant
Heute endet für OHB-Aktionäre eine wichtige Frist. Bis Mitternacht können Stellungnahmen zu den Tagesordnungspunkten der virtuellen Hauptversammlung elektronisch eingereicht werden. Die Versammlung selbst findet am 8. Juni statt. Parallel kämpft die Aktie mit hoher Volatilität: Am 1. Juni sackte der Kurs auf Xetra um 7,01 Prozent auf 411,50 Euro ab.
Governance-Marathon vor der HV
Die ordentliche Hauptversammlung am 8. Juni um 10:00 Uhr MESZ wird als virtuelle Veranstaltung über das HV-Portal abgehalten. Die Frist zur Anmeldung der Teilnahme endete bereits am 1. Juni. Nun läuft die Frist für vorab eingereichte Stellungnahmen aus.
Auf der Tagesordnung stehen klassische Punkte: Gewinnverwendung für 2025, Billigung des Vergütungsberichts sowie Entlastungsbeschlüsse für Vorstand und Aufsichtsrat. Die Abstimmung zur Gewinnverwendung ist verbindlich, beim Vergütungsbericht bleibt sie empfehlend. Stimmrechte können elektronisch bis zur Schließung durch den Versammlungsleiter ausgeübt werden. Wer per Brief oder E-Mail Vollmacht erteilen will, muss bis 7. Juni, 18:00 Uhr MESZ, handeln.
Kurs unter Druck
Die jüngste Kursentwicklung zeigt ein nervöses Bild. Nach einer Eröffnung bei 456,50 Euro rutschte der Wert am 1. Juni bis auf 407,00 Euro und schloss bei 411,50 Euro. Das Minus von 31,00 Euro entspricht einem Tagesverlust von 7,01 Prozent bei einem Volumen von 10.630 Stück.
Am frühen 2. Juni notierte die Aktie auf Tradegate bei 408,00 Euro in einer Spanne von 406,00 bis 409,00 Euro. Die 52-Wochen-Spanne von 64,00 bis 688,00 Euro verdeutlicht die außergewöhnliche Schwankungsbreite des Luft- und Raumfahrtwerts.
Auftragsbestand deutlich gestiegen
Fundamental liefert der Drei-Monats-Bericht 2026 positive Signale. Die Gesamtleistung kletterte auf 279,3 Millionen Euro, nach 242,4 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Das EBITDA erreichte 25,7 Millionen Euro, das EBIT 15,2 Millionen Euro.
Besonders auffällig: Der Auftragsbestand zum 31. März 2026 lag bei 3,35 Milliarden Euro — nach 2,31 Milliarden Euro im Vorjahr. Ein Plus von 45 Prozent. Für Raumfahrt- und Satellitenprojekte ist dieser Wert zentral, da die Abarbeitung langfristig erfolgt und künftige Auslastung sichtbar macht.
Am 8. Juni wird sich zeigen, ob die Hauptversammlung neue Impulse für die Kapitalmarktkommunikation liefert. Bis dahin bleibt der Kurs volatil — und die Frage offen, ob sich der Wert nach dem jüngsten Rücksetzer stabilisieren kann.
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