OHB SE Aktie: Erfolgsbotschaft übermittelt!
OHB positioniert sich für einen möglichen Bundeswehr-Großauftrag und profitiert von der Ariane-6-Serienfertigung, während die operative Dynamik vor dem Jahresabschluss 2025 geprüft wird.

- Potenzielle Bewerbung für Bundeswehrprojekt SATCOMBw
- Neuer ESA-Vertrag für Asteroidenmission RAMSES
- Vollkonsolidierung durch MT Aerospace-Übernahme
- Starker Auftragsbestand und Wachstumsziele bis 2028
Bei OHB verdichten sich gleich mehrere Themen, die strategisch schwer wiegen: Ein möglicher Bundeswehr-Großauftrag, ein neuer ESA-Vertrag und Rückenwind aus dem Ariane-6-Hochlauf. Das kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Konzern kurz vor der Vorlage des Jahresabschlusses 2025 steht. Wie belastbar ist die operative Dynamik – und was könnte ein Zuschlag bei SATCOMBw Stufe 4 verändern?
SATCOMBw Stufe 4: Bewerbung für bis zu 10 Milliarden Euro
Laut Bloomberg erwägt Airbus Defence and Space eine gemeinsame Bewerbung mit Rheinmetall und OHB für „SATCOMBw Stufe 4“. Das Bundeswehr-Programm wird mit Kosten von bis zu 10 Milliarden Euro beziffert.
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OHB hatte am 26. Januar per Ad-hoc-Mitteilung laufende Gespräche mit Rheinmetall über eine Kooperation bei Vergabeverfahren der öffentlichen Hand bestätigt. Im Zentrum: genau dieses SATCOMBw-Projekt, eines der größten Vorhaben der Bundeswehr. Geplant sind 100 bis 200 Satelliten in einem niedrigen Erdorbit, die globale Konnektivität ermöglichen sollen.
Im möglichen Konsortium ist eine Rollenverteilung skizziert: Rheinmetall würde als Systemhaus die militärische Integration übernehmen, OHB die Satellitenfertigung und das Engineering. Kapazitäten dafür baute OHB bereits aus. Im Oktober 2025 übernahm der Konzern ein Werk in Schöneck (Sachsen), um eine mögliche Serienfertigung abdecken zu können.
Der Wettbewerb bleibt allerdings eng. Airbus Defence and Space als Betreiber der bisherigen SATCOMBw-Stufen 2 und 3 bestätigte ebenfalls Gespräche mit dem Verteidigungsministerium. Zusätzlich könnte eine geplante Fusion der Raumfahrtsparten von Airbus, Thales und Leonardo den Druck im Markt erhöhen.
ESA-Vertrag und Ariane 6: Operative Impulse aus dem Kerngeschäft
Neben dem Verteidigungsprojekt meldete OHB einen neuen Auftrag aus dem ESA-Umfeld. Am 10. Februar formalisierte die italienische Tochtergesellschaft einen Vertrag über 81,2 Millionen Euro zur Entwicklung des RAMSES-Raumfahrzeugs. Die Mission soll den Asteroiden Apophis bei seiner Erdannäherung 2029 untersuchen; inklusive vorbereitender Maßnahmen liegt das Gesamtprojektvolumen bei rund 150 Millionen Euro.
Auffällig ist der Zeitplan: Das Raumfahrzeug soll in 3,5 Jahren startbereit sein – deutlich komprimiert im Vergleich zu typischen Entwicklungszyklen.
Zusätzlichen operativen Rückenwind liefert Ariane 6. Die Rakete absolvierte am 12. Februar ihren ersten kommerziellen Einsatz und brachte 32 Satelliten für Amazons Breitbandkonstellation in den Orbit. Die OHB-Tochter MT Aerospace fertigt Tanks und Strukturkomponenten und hält einen Arbeitsanteil von zehn Prozent am Gesamtprogramm. Wichtig für den Konzernabschluss: OHB erlangte im Oktober 2025 die vollständige Eigentümerschaft an MT Aerospace, sodass Erlöse aus dem Produktionshochlauf nun voll konsolidiert werden. Amazon hat 18 Starts fest gebucht – laut Quelle der größte kommerzielle Vertrag in der Geschichte von Arianespace.
Zahlen, Auftragslage und nächster Termin
In den ersten neun Monaten 2025 stieg die Gesamtleistung um 21 Prozent auf 863,5 Millionen Euro. Das EBITDA legte von 62,4 Millionen auf 75,5 Millionen Euro zu. Beim Auftragseingang nennt OHB für 2025 rund 2,1 Milliarden Euro (+24 Prozent), der feste Auftragsbestand wuchs auf über 3,1 Milliarden Euro (+47 Prozent).
Für die Mittelfristplanung sind klare Zielmarken gesetzt: 2026 peilt OHB 1,4 Milliarden Euro Gesamtleistung bei 11 Prozent EBITDA-Marge an, 2027 dann 1,7 Milliarden Euro bei 12 Prozent. Ab 2028 werden mehr als 2,0 Milliarden Euro Gesamtleistung avisiert. Als Grundlage nennt der Konzern steigende Budgets von ESA, EU und nationalen Kunden, wobei der Verteidigungsmarkt an Bedeutung gewinnt. Zudem wurde die European Moonport Company als Gemeinschaftsunternehmen mit Munich Airport International gegründet, mit dem Ziel, eine Mondstart- und Landeanlage zu entwickeln.
Der nächste konkrete Prüfstein folgt bald: Heute ist der Jahresabschluss 2025 für den 19. März angekündigt. Dann wird sichtbar, wie sich die operative Entwicklung im Gesamtjahr darstellt und wie der Konzern für bevorstehende Großprojekte finanziell aufgestellt ist.
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