OHB SE Aktie: Potenziale entfalten
Der Raumfahrtkonzern OHB verzeichnete trotz Beteiligung an Artemis II einen Kursverlust, zeigt aber fundamentale Stärke mit einem historisch hohen Auftragsbestand und starkem Umsatzwachstum.

- Kursverlust trotz Beteiligung an Mondmission Artemis II
- Auftragsbestand erreicht Rekordwert von 3,19 Milliarden Euro
- Umsatz und EBIT 2025 deutlich gestiegen
- Großauftrag für 20 Kleinsatelliten in Schweden gesichert
Während Artemis II am 1. April 2026 erstmals seit über fünf Jahrzehnten wieder Astronauten auf einen Mondkurs schickte, blieb der erhoffte Kursschub für OHB aus. Der SDAX-Wert gab am Tag des historischen Starts rund 7,4 Prozent nach — ein Beispiel dafür, dass selbst Meilensteine der Raumfahrt dem allgemeinen Marktumfeld unterliegen.
OHB ist als Zulieferer an der Mission beteiligt. Das Herzstück des Orion-Raumschiffs, das European Service Module, wurde unter Führung von Airbus in Bremen gefertigt — mit Komponenten aus elf Ländern. OHB lieferte Instrumente und technische Unterstützung. Für die NASA ist es das erste Mal, dass eine kritische Komponente eines bemannten Mondflugs von internationalen Partnern stammt.
Auftragsbestand auf Rekordniveau
Abseits der Kursschwäche zeigt das Unternehmen fundamental eine klare Aufwärtstendenz. Der Auftragsbestand erreichte zum Ende des ersten Quartals 2026 ein historisches Hoch von 3,19 Milliarden Euro, davon entfallen 2,51 Milliarden Euro allein auf das Segment Space Systems. Der Umsatz wuchs 2025 um rund 21 Prozent auf 1,247 Milliarden Euro, das EBIT kletterte auf 84 Millionen Euro.
Rückenwind kommt auch von der Nachfrageseite: Die ESA plant für 2026 bis 2028 ein Budget von 22,3 Milliarden Euro, Deutschland hat Investitionen von 35 Milliarden Euro in militärische Weltrauminfrastruktur angekündigt.
Schwedischer Großauftrag als weiterer Meilenstein
Kurz vor dem Artemis-Start sicherte sich OHB Sweden einen Vertrag über 248 Millionen Euro für die Entwicklung und Fertigung von 20 Kleinsatelliten im Rahmen des EUMETSAT Polar System – Sterna-Programms. Es ist der bislang größte Satellitenauftrag in der Geschichte der schwedischen Raumfahrt. OHB Sweden fungiert als Hauptauftragnehmer und koordiniert ein Konsortium von rund 30 Unternehmen.
Das Management peilt für 2026 einen Umsatz von 1,4 Milliarden Euro bei einer EBITDA-Marge von elf Prozent an — auf dem Weg zum Ziel von über zwei Milliarden Euro bis 2028. Ob das starke Auftragsmomentum bereits im ersten Quartal sichtbar wird, zeigt der Quartalsbericht am 7. Mai 2026.
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