OHB SE Aktie: Ramses hebt ab?
OHB Sweden und Saab loten Sicherheitsanwendungen im All aus; konkrete Aufträge oder Liefertermine sind bislang nicht vereinbart.

- Absichtserklärung zu Satellitensystemen unterzeichnet
- Finanzielle Volumina bislang nicht festgelegt
- OHB Italia startete Ramses-Funktionstests
- OHB-Aktie gewann heute 3,4 Prozent
Der Bremer Raumfahrtkonzern OHB baut seine Aktivitäten im europäischen Verteidigungssektor aus. Die schwedische Tochtergesellschaft OHB Sweden hat gestern eine Absichtserklärung mit dem Rüstungsunternehmen Saab unterzeichnet.
Beide Partner wollen gemeinsam prüfen, wie bestehende und künftige Satellitensysteme für die europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik genutzt werden können. An der Börse legte die OHB-Aktie heute um 3,4 Prozent auf 175,80 Euro zu.
Satelliten für militärische Lagebilder
Im Mittelpunkt der vereinbarten Partnerschaft stehen Lösungen für weltraumgestützte Lagebilder, sichere Kommunikation sowie eine widerstandsfähige Vernetzung. Diese Anwendungen sollen militärische Operationen über die Bereiche Luft, Land, See, Cyber und Weltraum hinweg miteinander verbinden.
Saab verfolgt das Ziel, als Systemintegrator militärische Gesamtlösungen bereitzustellen, und bindet dafür neben OHB Sweden auch das Raumfahrtunternehmen SSC Space und den Telekombetreiber Ericsson über ähnliche Absichtserklärungen ein.
Für OHB eröffnet die Zusammenarbeit mit den Schweden neue Perspektiven in einem wachsenden Markt. Angesichts geopolitischer Spannungen rückt der Weltraum als strategische Verteidigungsdomäne zunehmend in den Fokus europäischer Regierungen.
Bislang wurden in der Vereinbarung zwischen OHB Sweden und Saab allerdings weder konkrete finanzielle Volumina noch feste Liefertermine festgelegt. Es handelt sich vorerst um die Erkundung gemeinsamer technischer und operativer Möglichkeiten.
Fortschritte bei wissenschaftlicher Mission
Neben den militärischen Perspektiven meldete der Raumfahrtkonzern auch Fortschritte im wissenschaftlichen Programm. Die Konzerntochter OHB Italia hat gestern mit den ersten integrierten Funktionstests der Asteroidensonde Ramses begonnen. Die Sonde ist Teil einer gemeinsamen Mission der europäischen Raumfahrtagentur ESA und der japanischen Raumfahrtbehörde JAXA.
Der Start von Ramses ist für das Frühjahr 2028 mit einer japanischen H3-Trägerrakete vorgesehen. Ziel der Mission ist der Asteroid Apophis, der die Erde im April 2029 in einem vergleichsweise geringen Abstand passieren wird.
An Bord der Sonde befinden sich zwei kleinere Satelliten, von denen einer auf der Oberfläche des Asteroiden landen soll. Mit solchen Projekten untermauert das Unternehmen seine technologische Bandbreite, die von wissenschaftlicher Tiefraumforschung bis hin zu weltraumgestützten Sicherheitsanwendungen reicht.
Kursplus zum Wochenausklang
Die OHB-Aktie reagierte freundlich auf die Nachrichtenlage und markierte nach dem gestrigen Schlusskurs von 170,00 Euro Kursgewinne. Die Entwicklung spiegelt das wachsende Interesse der Investoren an Raumfahrtunternehmen wider, die sowohl zivile Raumfahrtprojekte als auch wehrtechnische Anwendungen bedienen können.
Die Mehrheit am Bremer Konzern liegt weiterhin bei der Gründerfamilie Fuchs, während der Finanzinvestor KKR als Minderheitsaktionär beteiligt ist. Ob aus der Kooperation mit Saab verbindliche Großaufträge erwachsen, hängt nun von den weiteren Verhandlungen beider Seiten ab.
OHB SE-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue OHB SE-Analyse vom 25. September liefert die Antwort:
Die neusten OHB SE-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für OHB SE-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
OHB SE: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




