Daimler: Können Anleger über diesen Wermutstropfen hinwegsehen?

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Von den deutschen Automobilherstellern befand sich zuletzt vor allem Daimler auf der Überholspur. Dank starker Absätze bei der Pkw-Tochter Mercedes-Benz sind die Schwaben sogar gerade dabei, BMW als weltweite Nummer eins im Premiumsegment abzulösen. Die starken Absätze sorgten zudem für gute Ergebnisse im September-Quartal, allerdings nicht auf breiter Front.

Am 21. Oktober hatte das DAX-Unternehmen weitgehend überzeugende Ergebnisse für die Zeit zwischen Juli und September 2016 präsentiert. Daimler musste aber auch mit einigen Wermutstropfen leben. Aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage in einigen wichtigen Absatzmärkten wurden in der Nutzfahrzeugsparte rückläufige Absätze, Umsätze und Ergebnisse verzeichnet. Das Ergebnis wurde maßgeblich durch die stark rückläufigen Absatzentwicklungen in der NAFTA-Region, in der Türkei sowie im Nahen und Mittleren Osten beeinflusst. Zudem wirkte sich ein intensives Wettbewerbsumfeld in Europa belastend auf das Ergebnis aus. Auf Konzernebene konnten sich die jüngsten Zahlen jedoch mehr als nur sehen lassen.

Zwischen Juli und September lagen die Erlöse bei 38,6 Mrd. Euro. Plus 4 Prozent im Vorjahresvergleich. Das Konzern-EBIT wurde um rund 10 Prozent auf 4,04 Mrd. Euro gesteigert, während der den Anteilseignern zurechenbare Nettogewinn um 9 Prozent auf 2,6 Mrd. Euro kletterte. Damit standen im dritten Quartal neue Bestwerte bei Absatz und Ergebnis zu Buche. Zu der positiven Geschäftsentwicklung hat insbesondere der Bereich Mercedes-Benz Cars beigetragen. Die Schwaben profitierten von der regen Nachfrage nach den hauseigenen SUVs. Auch die neue E-Klasse kam am Markt sehr gut an.

Trotz der insgesamt guten Quartalsergebnisse straften Investoren die Daimler-Aktie in einer ersten Reaktion ab. Das DAX-Papier konnte zuletzt einen Zwischenspurt hinlegen, so dass die kurzfristigen Kursverluste auch mit Gewinnmitnahmen erklärt werden könnten. Ein weiterer Faktor dürfte jedoch die wenig optimistische Umsatzprognose sein. Daimler geht davon aus, dass der Konzernumsatz im Jahr 2016 lediglich in der Größenordnung des Vorjahres liegen wird. Allerdings haben die Schwaben einige Wachstumsinitiativen gestartet, die zukünftig für mehr Schwung sorgen sollen. Dabei stehen die Elektromobilität und die neue Produktmarke EQ im Mittelpunkt.

Unter dieser Marke sind nicht nur neue Autos zusammengefasst. EQ bietet laut Daimler ein umfassendes elektromobiles Ökosystem aus Produkten, Services, Technologien und Innovationen. Das Spektrum reicht von Elektrofahrzeugen über Wallboxen und Ladeservices bis hin zum Home-Energiespeicher. Vorbote der neuen Marke ist die seriennahe Studie „Generation EQ“. Noch in dieser Dekade startet das erste EQ Serienmodell im SUV-Segment. Es folgt eine Modelloffensive, die sukzessive das Portfolio von Mercedes-Benz Cars mit elektrifizierten Modellen ergänzen wird. Obwohl Daimler mit EQ im Bereich eMobility angreift, ist der Erfolg nicht garantiert. Schließlich genießt die Elektromobilität immer noch ein Nischendasein, während sich andere Hersteller diesem Thema wesentlich früher gewindet haben.

Spekulative Anleger, die steigende Kurse der Daimler-Aktie erwarten, könnten mit einem Wave XXL-Call der Deutschen Bank (WKN DL3GY1) auf ein solches Szenario setzen. Der Hebel dieses Open-End-Papiers liegt derzeit bei 3,25; die Knock-Out-Schwelle bei 47,90 Euro. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist, könnte mit einem Wave XXL-Put der Deutschen Bank (WKN XM9KZ5, aktueller Hebel 3,57; Knock-Out-Schwelle bei 79,20 Euro) auf fallende Kurse der Daimler-Aktie setzen.

Stand: 25.10.2016

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Nicolai Tietze, Xmarkets-Produkt-Team, DeAWM
Der Produktexperte von Deutsche Asset & Wealth Management ist mitverantwortlich für die Produktpalette und den Vertrieb von Hebelprodukten und Zertifikaten. Außerdem schreibt er Kolumnen für verschiedene Finanzportale und ist ein begehrter Interviewpartner der Fernsehsender.
Nach einer Banklehre und einem Betriebswirtschaftsstudium an der ESB Business School in Reutlingen und London startete Nicolai Tietze seine berufliche Laufbahn 2002 bei der Deutschen Bank als Aktienhändler.

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