Omnicom Aktie: Prognose auf 4,5 bis 5,0 Prozent angehoben
Omnicom erhöht die Jahresprognose dank des Mediengeschäfts, plant Stellenabbau und bestätigt die Quartalsdividende von 0,80 US-Dollar.

- Organisches Wachstum auf 4,5 bis 5,0 Prozent angehoben
- Integrierte Medien liefern zweistellige Zuwachsraten
- PepsiCo verlagert Media-Etat zu Publicis
- Andrew Robertson übernimmt Führung bei Omnicom Advertising
Die US-amerikanische Marketing- und Kommunikationsholding Omnicom blickt optimistischer auf das laufende Geschäftsjahr. Am vergangenen Donnerstag hob die Konzernführung ihre Prognose für das organische Umsatzwachstum an und reagiert damit auf eine starke Dynamik im Bereich der integrierten Medien.
Dieser Schritt erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen sowohl einen bedeutenden Großkunden verloren als auch weitreichende personelle Veränderungen in der Führungsebene eingeleitet hat.
Starke Dynamik im Mediengeschäft treibt den Ausblick
Omnicom erwartet für das Gesamtjahr 2026 nun ein organisches Umsatzwachstum zwischen 4,5 % und 5,0 %. Zuvor war das Management von einer Spanne zwischen 4,0 % und 4,5 % ausgegangen.
Medienberichten zufolge begründete das Unternehmen diesen Schritt auf einer Branchenkonferenz mit der robusten Entwicklung im Geschäftsbereich für integrierte Medien. Dieser Sektor wächst derzeit mit zweistelligen Raten und steuert inzwischen mehr als die Hälfte der Kerneinnahmen der Gruppe bei.
Parallel zur Wachstumsstrategie forciert der Konzern seine Effizienzmaßnahmen. Das Ziel ist eine deutliche Verschlankung der Organisation. So plant Omnicom, die weltweite Mitarbeiterzahl bis zum Ende des laufenden Jahres auf rund 105.000 zu senken.
Zum Ende des Jahres 2025 beschäftigte die Holding noch etwa 120.000 Mitarbeiter. Flankiert werden diese Maßnahmen durch ein umfangreiches Aktienrückkaufprogramm: Die bestehende Ermächtigung über 5 Milliarden US-Dollar soll bis Ende April 2027 vollständig umgesetzt sein.
Rückschlag durch PepsiCo und personeller Umbruch
Die angehobene Prognose dient auch dazu, die jüngsten negativen Nachrichten abzufedern. Anfang September wurde bekannt, dass der langjährige Kunde PepsiCo seinen globalen Media-Etat im Volumen von rund 1,7 Milliarden US-Dollar nach drei Jahrzehnten Partnerschaft an die Publicis Groupe verlagert hat.
Phil Angelastro, CFO von Omnicom, bezeichnete diesen Verlust am vergangenen Donnerstag als enttäuschend und betonte, man könne diesen Rückschlag nicht beschönigen. Laut Einschätzungen von Barclays könnte der Wegfall des Etats jährliche Honorareinbußen von etwa 100 Millionen US-Dollar nach sich ziehen.
Inmitten dieser operativen Herausforderungen vollzieht die Sparte Omnicom Advertising einen Führungswechsel. Wie das Unternehmen am vergangenen Mittwoch mitteilte, geht Troy Ruhanen nach über 20 Jahren in verschiedenen Führungspositionen in den Ruhestand. Seine Nachfolge als CEO von Omnicom Advertising übernimmt mit sofortiger Wirkung Andrew Robertson, der bisherige Chairman von BBDO Worldwide.
Dividende und aktuelle Marktlage
Für die Aktionäre bleibt die Ausschüttungspolitik stabil. Das Board hat eine Quartalsdividende von 0,80 US-Dollar je Aktie beschlossen. Die Auszahlung erfolgt am 9. Oktober an die Anteilseigner, die zum Geschäftsschluss am 18. September im Aktienregister eingetragen sind.
An der Börse spiegelten sich die gemischten Nachrichten zuletzt in einer erhöhten Volatilität wider. Die Aktie beendete den Handel am Freitag bei 67,94 Euro. Damit liegt der Titel derzeit rund 11 % unter seinem 52-Wochen-Hoch von 76,74 Euro, das erst am 28. August erreicht worden war. Trotz des Kursrückgangs seit dem Hoch notiert das Papier weiterhin deutlich über seinem Jahrestief vom Februar.
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