OMV: 415-Megawatt-Solarpark in Bulgarien
OMV Petrom startet 300-Millionen-Euro-Solarprojekt in Bulgarien. Der Bau des Parks Gabare mit Speicher beginnt 2028.

- Solarpark Gabare mit 415 Megawatt Leistung
- Batteriespeicher fasst 600 Megawattstunden
- Gemeinschaftsprojekt mit Partner Enery
- Erste Stromproduktion für 2028 geplant
OMV Petrom treibt den Umbau des eigenen Geschäftsmodells massiv voran. Der größte Energiekonzern Südosteuropas baut seine grüne Infrastruktur aus. Im Zentrum steht nun ein gewaltiges Solarprojekt im benachbarten Bulgarien.
Großprojekt in Byala Slatina
Das Management gab am Montag grünes Licht für den Solarpark Gabare. Die Anlage entsteht in der bulgarischen Region Byala Slatina. Sie kombiniert eine Photovoltaikleistung von 415 Megawatt mit einem großen Batteriespeicher.
OMV Petrom entwickelt das Projekt über ein Joint Venture. Der Partner Enery hält genau wie der Energiekonzern die Hälfte der Anteile. Der geplante Speicher fasst dabei rund 600 Megawattstunden.
Die Partner nehmen für den Bau viel Geld in die Hand. Die Gesamtinvestition liegt bei etwa 300 Millionen Euro. Allein ein Drittel dieser Summe fließt direkt in die Speichertechnik. Eigenkapital und Kredite finanzieren das Vorhaben. Die erste Stromproduktion plant das Konsortium für das Jahr 2028.
Weg von fossilen Brennstoffen
Für Vorstand Franck Neel markiert die Investition einen wichtigen Meilenstein. Erstmals integriert der Konzern einen großen Batteriespeicher in sein Portfolio. So ergänzen sich erneuerbare Energien und flexible Speicherkonzepte. Parallel dazu baut das Unternehmen seine Präsenz außerhalb des rumänischen Heimatmarktes aus.
Das Ziel: Klimaneutralität bis spätestens 2050. Der Konzern will sich vom klassischen Öl- und Gasproduzenten zum Anbieter nachhaltiger Energien wandeln. Das bulgarische Projekt liefert dafür einen konkreten Baustein.
Aktie sucht neuen Schwung
An der Börse reagieren Investoren aktuell verhalten. Die OMV-Aktie notiert bei 56,70 Euro und verzeichnete zuletzt leichte Tagesgewinne. Auf Sicht von 30 Tagen verlor das Papier allerdings gut elf Prozent an Wert.
Trotz der jüngsten Korrektur bleibt der langfristige Trend intakt. Seit Jahresanfang steht ein Kursplus von rund 17 Prozent auf der Anzeigetafel. Der Kurs hält sich souverän über der 200-Tage-Linie bei 52,81 Euro. Die neue Anlage in Gabare wird ab 2028 erste Cashflows generieren und den Anteil grüner Energie im OMV-Portfolio messbar erhöhen.
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