OMV: 7,4 Prozent Dividendenrendite lockt

OMV schlägt 4,40 Euro Dividende je Aktie für 2025 vor. Die Hauptversammlung muss noch zustimmen, die operative Basis ist solide.

Die Kernpunkte:
  • Dividendenvorschlag von 4,40 Euro je Aktie
  • Hauptversammlung muss noch zustimmen
  • Operativer Cashflow von 5,2 Milliarden Euro
  • Neue Dividendenpolitik ab 2026 geplant

Mit einer erwarteten Dividendenrendite von 7,41 Prozent führt OMV die ATX-Rangliste der renditestärksten Werte an. Für Dividendenanleger ist das ein starkes Signal — allerdings steht die Ausschüttung noch unter Vorbehalt.

Vorschlag, nicht Beschluss

OMV hat für das Geschäftsjahr 2025 eine Gesamtausschüttung von 4,40 Euro je Aktie vorgeschlagen. Davon entfallen 3,15 Euro auf die reguläre Dividende und 1,25 Euro auf eine zusätzliche Zahlung. Beide Bestandteile sind bislang Vorstandsvorschläge. Die Hauptversammlung 2026 muss noch zustimmen.

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Das ist keine Formsache. Erst nach dem Beschluss gilt die Dividende als gesichert.

Starke operative Basis

Die Zahlen für 2025 stützen die Ausschüttungsfähigkeit. OMV erzielte ein operatives Ergebnis von 4,6 Milliarden Euro und einen Cashflow aus der Betriebstätigkeit von 5,2 Milliarden Euro. Der Nettogewinn für Aktionäre lag bei 1,9 Milliarden Euro.

Das erste Quartal 2026 war gemischter. Der operative Cashflow fiel auf 776 Millionen Euro. Das operative Ergebnis kam auf rund 1,0 Milliarden Euro, der Aktionärsgewinn auf 323 Millionen Euro.

Neue Formel ab 2026

Ab dem Geschäftsjahr 2026 gilt eine neue Dividendenpolitik. OMV will dann 50 Prozent der Ausschüttungen aus der Beteiligung an Borouge Group International weitergeben. Hinzu kommen 20 bis 30 Prozent des operativen Cashflows — ohne diese BGI-Dividenden gerechnet. Die erste Zahlung nach dieser Formel ist für 2027 geplant.

Für die anstehende Ausschüttung für 2025 gilt noch die alte Regel: 20 bis 30 Prozent des operativen Cashflows.

Kurs läuft, Dividende wartet

Die Aktie hat sich in den vergangenen zwölf Monaten um rund 31 Prozent verteuert und notiert knapp unter dem 52-Wochen-Hoch von 63,85 Euro. Am Montag schloss sie bei 62,60 Euro — während der ATX um 2,01 Prozent zulegte, gehörte OMV mit einem Tagesgewinn von 0,24 Prozent nicht zu den Zugpferden.

Das Momentum kommt damit weniger aus dem Handel als aus der Dividendenerwartung. Bestätigt die Hauptversammlung den Vorschlag, zahlt OMV erneut eine Kombination aus regulärer und zusätzlicher Dividende — und die neue Ausschüttungsformel greift dann erstmals für das laufende Geschäftsjahr.

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