OMV Aktie: 700 Millionen Verlust

Der Energiekonzern OMV bucht im Schlussquartal 2025 hohe Wertberichtigungen. Ursachen sind sinkende Produktion und ein teures Abkommen mit Rumänien, das auch Stilllegungskosten umfasst.

Die Kernpunkte:
  • Hohe Wertberichtigungen von 700 Millionen Euro
  • Rückläufige Fördermengen in mehreren Ländern
  • Teures Abkommen mit rumänischer Regierung
  • Neptun Deep als zukünftiger Hoffnungsträger

Der österreichische Energiekonzern OMV meldet für das Schlussquartal 2025 Wertberichtigungen von 700 Millionen Euro. Dahinter stecken nicht nur sinkende Fördermengen, sondern auch ein weitreichendes Abkommen mit der rumänischen Regierung. Am 4. Februar folgen die kompletten Jahreszahlen – und die dürften Klarheit bringen, wie teuer die strategische Weichenstellung in Rumänien tatsächlich wird.

Zwei Baustellen belasten das Ergebnis

Die 700 Millionen Euro Wertberichtigungen verteilen sich auf zwei Bereiche:

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  • 400 Millionen Euro für rückläufige Produktion in Rumänien, Tunesien und Neuseeland
  • 300 Millionen Euro im Zusammenhang mit verlängerten Produktionslizenzen in Rumänien
  • Durchschnittlicher Rohölpreis im Q4: 62,4 Dollar pro Barrel
  • Erdgaspreis sank gegenüber Q3 um 3,2 Prozent

Die Kombination aus schwächeren Energiepreisen und operativen Anpassungen trifft OMV in einer Phase, in der das Unternehmen seine Zukunft neu ausrichtet.

Rumänien-Deal mit hohem Preis

Im Dezember 2025 einigte sich die rumänische Regierung mit OMV Petrom auf eine umfassende Neuordnung. Die Onshore-Lizenzen wurden um 15 Jahre bis 2043 verlängert, die Explorationsgenehmigungen im Schwarzen Meer um zwei Jahre ausgedehnt. Im Gegenzug steigen die Royalty-Steuern um rund 40 Prozent.

Der teuerste Posten: OMV Petrom übernimmt die Stilllegungskosten für aufgegebene Bohrlöcher – geschätzt auf 600 Millionen Euro. Diese Verpflichtung schlägt nun auf die Bilanz durch.

Neptun Deep als Hoffnungsträger

Das Tiefwasser-Projekt Neptun Deep im Schwarzen Meer bleibt auf Kurs. Mit Investitionen von bis zu 4 Milliarden Euro und erwarteten Ressourcen von rund 100 Milliarden Kubikmetern Gas soll die Förderung 2027 beginnen. Rumänien würde damit zum größten Gasproduzenten der EU aufsteigen – ein strategischer Hebel für OMV, der die aktuellen Belastungen perspektivisch ausgleichen könnte.

Die Hauptversammlung am 27. Mai wird zeigen, wie das Management die Dividendenpolitik angesichts der Sonderbelastungen gestaltet. Am 4. Februar liefern die Jahreszahlen die entscheidenden Antworten zu operativer Entwicklung und Ausblick für 2026.

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