OMV Aktie: Analysten skeptisch
RBC und Goldman Sachs stufen OMV herab und sehen Druck durch schwaches Chemiegeschäft, europäisches Gas und Raffineriemargen. Der Fokus liegt nun auf dem Ausblick für 2026.

- Zwei Downgrades auf Sell und Underperform
- Probleme in Chemie, Gas und Raffinerie
- Jahreszahlen und Ausblick am 4. Februar
- Wasserstoffprojekt als positiver Kontrapunkt
Zwei Herabstufungen in einer Woche – und das ausgerechnet wenige Tage vor den Jahreszahlen: Bei OMV kippt die Analystenstimmung spürbar. RBC Capital Markets und Goldman Sachs sehen gleich mehrere Ergebnisbremsen für 2026. Und damit wächst der Druck auf den Ausblick am 4. Februar.
Zwei Downgrades vor den Zahlen
RBC Capital Markets hat die Aktie am 29. Januar von „Sector Perform“ auf „Underperform“ gesenkt und das Kursziel von 50 auf 46 Euro reduziert. Als Grund nennt die Bank anhaltenden Ergebnisdruck in mehreren Bereichen: Das Chemiegeschäft stecke in einem „verlängerten Abschwungzyklus“, gleichzeitig hätten sich die Makrofaktoren für europäisches Gas und das Raffineriegeschäft verschlechtert. Konsequenz: RBC kürzt die Nettogewinn-Prognose für 2026 um 15% – und liegt damit unter dem Marktkonsens.
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Schon am 26. Januar hatte Goldman Sachs von „Neutral“ auf „Sell“ heruntergestuft. Das Kursziel ging von 48 auf 44 Euro zurück. Goldman begründet den Schritt mit einer begrenzten Sichtbarkeit, wie sich der Unternehmenswert in einem herausfordernden Umfeld heben lässt.
Wichtige Fakten auf einen Blick:
– RBC: Downgrade auf „Underperform“, Kursziel 46 € (zuvor 50 €), Nettogewinn 2026 -15% im Modell
– Goldman Sachs: Downgrade auf „Sell“, Kursziel 44 € (zuvor 48 €)
– Nächster Termin: 4. Februar 2026 – Jahreszahlen 2025 und Q4-Bericht
– Schlusskurs Freitag: 50,10 € (Tagesplus 0,32%), +27,87% in 12 Monaten
Chemie, Gas, Raffinerie: Wo der Gegenwind herkommt
Auffällig: Beide Häuser zeigen auf ähnliche Problemfelder.
- Chemiegeschäft: Überkapazitäten drücken weltweit auf die Margen. Zudem ist OMV laut RBC im Chemiebereich stärker gewichtet als viele Wettbewerber.
- Europäisches Gas: OMV gilt als stark exponiert gegenüber europäischen Gaspreisen – ein Hebel, der in beide Richtungen wirkt, aktuell aber eher bremst.
- Raffineriegeschäft: Die Margen könnten sich 2026 „normalisieren“, also vom zuletzt hohen Niveau zurückkommen. Das würde Ergebnisbeiträge schmälern.
RBC arbeitet in seinem Modell zudem mit einem Brent-Ölpreis von 60 US-Dollar je Barrel und einem TTF-Gaspreis von 8,8 Dollar.
4. Februar: Was Anleger wirklich hören wollen
Seit dem 21. Januar läuft die Quiet Period. Am 4. Februar legt OMV den Bericht für Gesamtjahr und viertes Quartal 2025 vor – inklusive Pressekonferenz und Analysten-Call. Entscheidend wird dabei weniger die rückblickende Detailarbeit, sondern die Frage: Wie überzeugend fällt der Ausblick für 2026 aus? Genau dort setzen die aktuellen Herabstufungen an.
Zusätzliche Aufmerksamkeit bekommt der Termin durch das Trading Update vom 15. Januar: Für Q4 hatte OMV bereits Wertberichtigungen von rund 700 Millionen Euro angekündigt, unter anderem auf Produktionsanlagen in Rumänien, Tunesien und Neuseeland. Der Markt dürfte deshalb besonders auf drei Punkte achten: Investitionspläne und Margenerwartungen für 2026, den Dividendenvorschlag sowie Fortschritte der strategischen Transformation.
Ein positiver Kontrapunkt kommt aus dem Wasserstoff-Bereich: Für das Projekt in Bruck an der Leitha wurde Anfang Januar eine Förderung gesichert. Am 7. Januar unterzeichneten OMV und aws einen Vertrag über bis zu 123 Millionen Euro. Die 140-MW-Elektrolyseanlage soll Ende 2027 starten und bis zu 23.000 Tonnen grünen Wasserstoff pro Jahr liefern; ein Joint Venture mit Masdar steht laut Bericht kurz vor dem Abschluss.
Unterm Strich bleibt der Kalender eng getaktet: Nach den Jahreszahlen am 4. Februar folgt am 9. April 2026 das Trading Update für Q1 – zwei Termine, an denen sich zeigen wird, ob OMV den von Analysten skizzierten Gegenwind in Chemie, Gas und Raffinerie operativ abfedern kann.
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