Omv Aktie: Ernüchternde Neuigkeiten
Goldman Sachs stuft OMV auf 'Sell' herab und senkt das Kursziel auf 44 Euro. Die Analysten erwarten deutliche Gewinnkorrekturen für die Jahre 2026 und 2027.

- Rating-Absenkung von 'Neutral' auf 'Sell'
- Neues Kursziel liegt bei 44 Euro
- Erwartung negativer Gewinnrevisionen
- Strategischer Umbau und Dividendenänderung
Goldman Sachs stellt sich gegen den jüngsten Aufwärtstrend bei OMV. Nach einem frischen Mehrjahreshoch um 50 Euro senkt die US-Bank ihre Einstufung deutlich – und das in einer Phase, in der der Öl- und Gaskonzern strategisch im Umbau steckt. Wie stark wiegt der neue Gegenwind für den Titel?
Deutliche Herabstufung durch Goldman Sachs
Die OMV-Aktie steht nach einer Neubewertung durch Goldman Sachs unter Druck. Die Analysten stuften das Papier von „Neutral“ auf „Sell“ ab und signalisieren damit eine skeptische Sicht für die kurz- bis mittelfristige Kursentwicklung.
Kernpunkte der Anpassung:
- Rating: Absenkung von „Neutral“ auf „Sell“
- Neues Kursziel: 44 Euro (zuvor 48 Euro)
- Hauptbegründung: Erwartete zweistellige negative Gewinnrevisionen für 2026 und 2027
Analyst Michele Della Vigna verweist dabei auf begrenzte „Sichtbarkeit“ bei der Realisierung des Unternehmenswertes. Aus seiner Sicht dürfte OMV in den Jahren 2026 und 2027 die Ergebnisprognosen spürbar zurücknehmen. Das aktuelle makroökonomische Umfeld erschwere es zusätzlich, den inneren Wert des Konzerns im Kurs abzubilden.
Damit stellt Goldman Sachs die Ertragskraft der kommenden Jahre und die Bewertungsbasis infrage – ein klarer Kontrast zum zuletzt robusten Kursbild.
Technische Lage: Deckel bei 50 Euro
Charttechnisch trifft das Downgrade einen sensiblen Punkt. Am 23. Januar 2026 markierte die Aktie mit rund 50,05 Euro ein neues Drei-Jahres-Hoch. Die Zone um 50 Euro erwies sich jedoch als hartnäckiger Widerstand: Mehrfach schloss der Kurs wieder darunter.
Gestern ging die Aktie bei 49,70 Euro aus dem Handel. Damit liegt sie zwar solide über den mittelfristigen Durchschnittswerten – der 50-Tage-Durchschnitt liegt bei 48,36 Euro, der 200-Tage-Durchschnitt bei 46,93 Euro –, doch der direkte Durchbruch nach oben blieb bisher aus. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 55,00 Euro beträgt knapp 10 %, zum Tief bei 38,10 Euro rund 30 %.
Der RSI der vergangenen 14 Tage liegt mit 47,9 im neutralen Bereich. Von einer überkauften oder überverkauften Situation kann also keine Rede sein. Das Downgrade wirkt damit eher als psychologischer Bremsklotz in einer technisch grundsätzlich intakten Aufwärtsbewegung.
Strategie und Dividende im Wandel
Parallel zur Diskussion um Bewertung und Gewinnperspektiven treibt OMV den strategischen Umbau voran. Der Konzern richtet sich schrittweise weg vom klassischen Öl- und Gasgeschäft hin zu Chemie- und Recyclingaktivitäten aus.
In diesem Zusammenhang hat OMV kürzlich eine Änderung der Dividendenpolitik ab dem Geschäftsjahr 2026 angekündigt. Künftig wird sich die Ausschüttung anders zusammensetzen, was die Planbarkeit der Erträge für Investoren verändert. Die Anpassung soll die strategische Neuausrichtung widerspiegeln, wirft aus Analystensicht aber Fragen nach der Verlässlichkeit künftiger Cashflows auf.
Goldman Sachs bewertet das Wertpotenzial der neuen Geschäftsfelder derzeit kritisch. Aus Bankensicht passt die ambitionierte Strategie offenbar nicht zu den erwarteten, eher verhaltenen Ergebnissen in der zweiten Hälfte der Dekade.
Fazit: Solider Trend, wachsender Zweifel
Unterm Strich prallen bei OMV zwei Entwicklungen aufeinander: ein intakter mittelfristiger Aufwärtstrend mit einem Kursplus von rund 27 % auf Sicht von zwölf Monaten und eine klar negative Einschätzung eines großen Hauses, das sinkende Gewinnprognosen für 2026 und 2027 erwartet.
Solange die Aktie oberhalb ihrer zentralen Durchschnittslinien notiert und die Zone um 48 Euro hält, bleibt das technische Bild stabil. Ein Rutsch in Richtung des neuen Kursziels von 44 Euro würde hingegen signalisieren, dass die skeptische Sicht von Goldman Sachs am Markt stärker an Boden gewinnt. Die nächsten konkreten Anhaltspunkte liefern dabei vor allem künftige Prognoseanpassungen und die genaue Ausgestaltung der Dividendenpolitik ab dem Geschäftsjahr 2026.
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