OMV Aktie: Neues Allzeithoch
Die OMV-Aktie notiert auf einem neuen Jahreshöchststand, während die Gründung des Joint Ventures BGI vor dem Abschluss steht. Die Dividende wird vorübergehend reduziert und die Nachfolge des CEO ist noch ungeklärt.

- Aktienkurs erreicht neues 52-Wochen-Hoch
- Gründung des Joint Ventures BGI steht bevor
- Dividendenkapazität für 2026 wird halbiert
- Nachfolge von CEO Alfred Stern offen
Mit einem neuen 52-Wochen-Hoch von 61,35 Euro belohnt der Markt die Fortschritte beim größten Umbau in der Geschichte des österreichischen Konzerns. Das Joint Venture Borouge Group International (BGI) nimmt konkrete Gestalt an — mit einem frisch ernannten Führungsteam und einem Abschlussdatum noch in diesem Monat. Gleichzeitig bleibt eine zentrale Frage ungelöst.
BGI-Führung steht, Abschluss naht
Das künftige Management-Team der BGI ist offiziell besetzt. Roger Kearns, bisher CEO von NOVA Chemicals, übernimmt die Konzernspitze. Dr. Stefan Doboczky, ehemaliger Borealis-Chef, wird Chief Commercial Officer. Die Transaktion, die Borealis, Borouge und NOVA Chemicals unter einem Dach vereint, soll planmäßig bis Ende März 2026 abgeschlossen sein. Damit entsteht der weltweit viertgrößte Polyolefin-Produzent mit einer Jahreskapazität von 13,6 Millionen Tonnen.
Dividende vorübergehend halbiert
Für Aktionäre gibt es einen Wermutstropfen: Der BGI-Beitrag zur OMV-Dividendenkapazität für 2026 wird von 500 auf 250 Millionen US-Dollar gekürzt. Rechnerisch entspricht das einem Abschlag von rund 0,60 bis 0,70 Euro je Aktie. Hintergrund ist die Stärkung der BGI-Bilanz vor dem für 2027 geplanten Börsengang. Langfristig sieht die neue Ausschüttungsformel vor, dass 50 Prozent der OMV-anteiligen BGI-Dividenden sowie 20 bis 30 Prozent des operativen Cashflows aus dem übrigen Geschäft an Aktionäre fließen.
Was den Konzern selbst betrifft, bleibt die Nachfolge von CEO Alfred Stern offen. Stern scheidet zum 31. August 2026 aus, die Kernaktionäre ÖBAG (31,5 Prozent) und ADNOC (24,9 Prozent) haben sich bislang nicht auf einen Kandidaten geeinigt. Am 9. April folgt das Trading Update für das erste Quartal — der nächste Gradmesser für die operative Entwicklung im laufenden Transformationsjahr.
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