OMV Aktie: RBC dreht negativ
Die OMV muss hohe Wertberichtigungen im vierten Quartal verkraften, während fallende Energiepreise und höhere Steuern den Gewinn belasten. Die kanadische Bank RBC stuft die Aktie daraufhin ab.

- 700 Millionen Euro an Wertberichtigungen im Q4
- RBC senkt Rating und Kursziel auf 47 Euro
- Höhere Steuern in Rumänien drücken Profitabilität
- Ergebnisse werden am 4. Februar veröffentlicht
Die österreichische OMV gerät unter Druck. Milliarden-Abschreibungen im vierten Quartal belasten das Zahlenwerk, während fallende Energiepreise und höhere Steuern in Rumänien an der Profitabilität zehren. Nun dreht auch noch eine kanadische Großbank negativ.
Die wichtigsten Fakten:
– Wertberichtigungen von 700 Millionen Euro im vierten Quartal 2025
– RBC stuft auf „Underperform“ ab und senkt Kursziel auf 47 Euro
– Jahresergebnisse werden am 4. Februar 2026 veröffentlicht
– Erdgaspreis sank um 3,2 Prozent, Rohöl bei 62,4 Dollar pro Barrel
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700 Millionen Euro Belastung
Mitte Januar offenbarte OMV nicht-zahlungswirksame Wertberichtigungen in Höhe von 700 Millionen Euro für das vierte Quartal. Der größte Brocken entfällt auf rückläufige Produktionsvolumen in Rumänien, Tunesien und Neuseeland – hier wurden 400 Millionen Euro abgeschrieben.
Die verbleibenden 300 Millionen Euro hängen mit der Verlängerung von Produktionslizenzen in Rumänien zusammen. Die rumänische Regierung hatte die Genehmigungen für die Tochter OMV Petrom im Dezember verlängert, forderte im Gegenzug aber eine Erhöhung der Onshore-Royalty-Steuern um rund 40 Prozent. Eine teure Einigung.
Hinzu kommt das schwächere Preisumfeld: Der durchschnittlich realisierte Rohölpreis lag bei 62,4 Dollar pro Barrel, während der Erdgaspreis gegenüber dem dritten Quartal um 3,2 Prozent nachgab.
Analysten werden skeptischer
Am Mittwoch verschärfte die kanadische Bank RBC ihre Einschätzung. Die Aktie wurde von „Sector Perform“ auf „Underperform“ herabgestuft, das Kursziel sank von 50 auf 47 Euro. Begründung: Langfristig habe sich der Ausblick verbessert, kurzfristig dürfte OMV jedoch unter dem eingetrübten Branchenumfeld leiden. Nach der jüngsten Kurserholung sehen die Analysten die Bewertung als weniger attraktiv an.
Ein Lichtblick: Wasserstoff-Förderung
Nicht alles ist düster. Anfang Januar erhielt OMV eine Förderzusage über 123 Millionen Euro für das größte grüne Wasserstoffprojekt Österreichs. Im November hatte der Konzern bereits mit Masdar eine verbindliche Vereinbarung zur Entwicklung einer 140-Megawatt-Wasserstoffanlage unterzeichnet. Die Transformation in Richtung nachhaltiger Energie bleibt strategischer Fokus.
Zahlen bringen Klarheit
Am 4. Februar legt OMV die vollständigen Jahresergebnisse vor. Dann wird sich zeigen, wie stark die Wertberichtigungen das Gesamtergebnis belasten und wie der Konzern seine operative Entwicklung einschätzt. Die Hauptversammlung ist für den 27. Mai angesetzt.
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