OMV Aktie: Wertberichtigungen drücken
Der österreichische Öl- und Gaskonzern OMV meldet hohe Sonderabschreibungen und rückläufige Produktion im Schlussquartal 2025. Der vollständige Geschäftsbericht folgt Anfang Februar.

- Hohe Wertminderungen von rund 700 Millionen Euro
- Gesamtproduktion sank auf 300.000 Barrel pro Tag
- Realisierter Ölpreis fiel auf 62,40 US-Dollar
- Vollständiger Bericht erscheint am 4. Februar 2026
Der österreichische Öl- und Gaskonzern hat am Donnerstagabend sein Trading Update für das Schlussquartal 2025 vorgelegt – und die Zahlen fallen ernüchternd aus. Während der ATX zuletzt Gewinne verzeichnete, gerät die OMV-Aktie unter Verkaufsdruck. Verantwortlich dafür sind hohe Sonderabschreibungen und eine sinkende Förderleistung.
Die wichtigsten Fakten:
* Wertminderungen von rund 700 Millionen Euro im vierten Quartal
* Produktion gesunken auf 300.000 Barrel Öläquivalent pro Tag
* Realisierter Ölpreis fiel auf 62,40 US-Dollar pro Barrel
* Vollständiger Geschäftsbericht folgt am 4. Februar 2026
700 Millionen Euro Abschreibungen
Das Unternehmen muss im vierten Quartal nicht zahlungswirksame Wertberichtigungen in Höhe von etwa 700 Millionen Euro verbuchen. 400 Millionen Euro entfallen auf schwächere Förderleistungen in Rumänien, Tunesien und Neuseeland. Weitere 300 Millionen Euro resultieren aus Verpflichtungen im Zusammenhang mit verlängerten Produktionslizenzen in Rumänien.
Diese Sondereffekte belasten das berichtete Ergebnis vor Steuern erheblich. Das bereinigte operative Ergebnis soll nach Unternehmensangaben jedoch unberührt bleiben.
Produktion rückläufig, Ölpreis schwach
Die operative Entwicklung zeigt sich ebenfalls angespannt. Die Gesamtproduktion sank im Schlussquartal auf 300.000 Barrel Öläquivalent pro Tag, nachdem im dritten Quartal noch 304.000 boe/d erreicht wurden. Gleichzeitig fiel der durchschnittlich realisierte Rohölpreis auf 62,40 US-Dollar pro Barrel – ein Rückgang, der die internationalen Preistrends widerspiegelt.
Einen positiven Akzent setzt die Raffinerie-Sparte. Die indikative Raffineriemarge stieg auf 13,96 US-Dollar pro Barrel, gestützt durch eine hohe Anlagenauslastung. Auch der Absatz von Polyolefinen legte auf 1,80 Millionen Tonnen zu, nach 1,47 Millionen Tonnen im Vorjahr.
Markt reagiert verhalten
Während Bankentitel wie Erste Group oder BAWAG zuletzt den ATX über die Marke von 5.470 Punkten trieben, zählt die OMV zu den schwächeren Werten im Prime Market. Analysten von Jefferies bezeichneten die Eckdaten zwar als weitgehend im Rahmen der Erwartungen, doch die Kombination aus niedrigen Ölpreisen und hohen Abschreibungen verunsichert Investoren.
Der Titel handelte zuletzt bei rund 49 Euro und notiert damit etwa zehn Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 55 Euro. Entscheidend dürfte nun der 4. Februar werden, wenn der vollständige Geschäftsbericht für 2025 vorliegt. Besonders im Fokus steht dann die Dividendenpolitik, die für viele Anleger angesichts der Cashflow-Stärke das zentrale Investment-Argument bleibt.
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