OMV: Emma Delaney ab 1. September CEO
Emma Delaney übernimmt im September den OMV-Vorstandsvorsitz. Die BP-Managerin wird die erste Frau an der Konzernspitze und leitet eine strategische Neuausrichtung ein.

- Erste Frau an der OMV-Spitze
- BP-Managerin mit 30 Jahren Erfahrung
- Strategischer Fokus auf Gasförderung
- CFO Florey bleibt bis 2029 im Amt
OMV bekommt ab September eine neue Führung — und eine historische Premiere. Der Aufsichtsrat des österreichischen Energie- und Chemiekonzerns hat Emma Delaney zur Vorstandsvorsitzenden bestellt. Sie tritt ihr Amt am 1. September 2026 an und wird damit die erste Frau an der Spitze von OMV.
Delaney wäre voraussichtlich auch die einzige weibliche CEO unter allen ATX-Unternehmen. Seit dem Abgang der CPI-Europe-Chefin Radka Doehring im Sommer 2025 ist dieser Kreis rein männlich besetzt.
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Drei Jahrzehnte BP-Erfahrung
Die neue Konzernchefin bringt mehr als 30 Jahre Energiebranche mit. Bei BP leitete sie zuletzt das Kunden- und Produktgeschäft mit über 50.000 Beschäftigten — ein Bereich, der Tankstellennetz, Schmierstoffe und Ladeinfrastruktur für Elektroautos umfasst. Ferner verfügt sie über Erfahrung im Up- und Downstream-Geschäft sowie im LNG-Bereich.
Ihr Mandat läuft zunächst drei Jahre, mit der Option auf zwei weitere Jahre bei beidseitiger Zustimmung. Vorgänger Alfred Stern, der OMV seit 2021 in Richtung Chemie und Kreislaufwirtschaft gelenkt hatte, steht nach Vertragsende August 2026 nicht für eine weitere Amtszeit zur Verfügung.
Kurskorrektur Richtung Gas erwartet
Analysten von RBC Europe sehen OMV nun in einer erneuten Phase der strategischen Neuausrichtung. Nach dem starken Fokus auf das Chemiegeschäft unter Stern rücke die Gasförderung wieder stärker in den Mittelpunkt. Das Schwarzmeer-Projekt Neptun Deep befindet sich bereits in der aktiven Bauphase — ein Argument für genau diese Richtung.
Delaney übernimmt allerdings auch Baustellen. Der Kunststoffriese Borouge International musste nach Angriffen im Nahen Osten Teile der Produktion drosseln, der geplante Börsengang des Joint Ventures verschiebt sich auf 2027.
Für Stabilität im Finanzressort sorgt Reinhard Florey: Der CFO erhält eine Verlängerung seines Mandats bis Juni 2029 und wurde mit sofortiger Wirkung zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden ernannt.
Aktie mit starkem Lauf
Die OMV-Aktie notiert bei 60,05 Euro und hat seit Jahresbeginn rund 24 Prozent zugelegt. Vom 52-Wochen-Tief bei 42,86 Euro hat sich der Kurs damit deutlich entfernt.
Auf der bevorstehenden Hauptversammlung stehen neben den Ergebnissen 2025 auch Gewinnverteilung, Aufsichtsratsentlastungen sowie Prüfer- und Aufsichtsratswahlen auf der Agenda. OMV plant für 2026 organische Investitionen von rund 3,2 Milliarden Euro und kalkuliert mit einem Brent-Preis von etwa 65 US-Dollar je Barrel.
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