OMV: Emma Delaney startet 1. September

OMV schüttet 4,40 Euro Dividende aus und beruft mit Emma Delaney erstmals eine Frau an die Konzernspitze.

Die Kernpunkte:
  • Ex-Dividendentag am 8. Juni
  • Erstmals CEO-Frau im Konzern
  • Operatives Ergebnis 2025 gesunken
  • Neptun Deep Projekt im Bau

Am Montag ist Ex-Dividendentag bei OMV. Wer die Aktie zum Handelsstart noch besitzt, sichert sich 4,40 Euro je Anteil. Zeitgleich steht ein Führungswechsel bevor: Emma Delaney wird ab September erste CEO-Frau des Konzerns. Die Aktie notiert mit 64,25 Euro knapp unter dem 52-Wochen-Hoch – seit Jahresbeginn ein Plus von knapp 33 Prozent.

Dividende von 4,40 Euro wird fällig

OMV schlägt eine Gesamtdividende von 4,40 Euro vor – 3,15 Euro regulär plus 1,25 Euro Sonderzahlung. Ex-Tag ist der 8. Juni, die Auszahlung folgt am 11. Juni. Anleger müssen bis Montagfrüh im Besitz der Aktie sein, um die volle Ausschüttung zu erhalten.

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Der Schritt unterstreicht die Finanzstärke des teilstaatlichen Konzerns. Trotz gesunkener Ölpreise und operativer Zurückhaltung bleibt die Dividendenpolitik großzügig.

Erste Frau an der Konzernspitze

Der Aufsichtsrat hat Emma Delaney zur neuen Vorstandsvorsitzenden bestellt. Sie tritt am 1. September die Nachfolge von Alfred Stern an. Delaney leitete zuvor bei BP einen der drei globalen Geschäftsbereiche mit mehr als 50.000 Mitarbeitern. Ihr Vertrag läuft drei Jahre, eine Verlängerung um zwei weitere ist möglich.

Mit Delaney bekommt OMV erstmals eine weibliche CEO. Gleichzeitig wäre sie die einzige Frau in dieser Position unter allen ATX-Unternehmen.

Analysten erwarten, dass sie wieder stärker auf Gas setzt. Das Schwarzmeer-Projekt Neptun Deep befindet sich bereits in der Bauphase – ein Signal für diese Richtung.

Finanzvorstand Reinhard Florey bleibt an Bord. Sein Mandat wurde bis Juni 2029 verlängert. Zudem ernannte ihn der Aufsichtsrat mit sofortiger Wirkung zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden.

Operative Vorsicht für 2026

Der Konzern erzielte 2025 ein operatives Ergebnis von 4,6 Milliarden Euro – zehn Prozent weniger als im Vorjahr. Für das laufende Jahr zeigt sich das Management zurückhaltend.

OMV rechnet mit einem durchschnittlichen Brent-Ölpreis von 65 Dollar je Barrel. Die eigene Förderung soll knapp unter 300.000 Barrel Öläquivalent pro Tag bleiben. Voraussetzung: stabile Lage in Libyen. Geplante Investitionen: 3,2 Milliarden Euro.

Die Chemiesparte Borouge International kämpft mit Produktionsdrosselungen nach Angriffen im Nahen Osten. Der geplante Börsengang des Joint Ventures verschiebt sich auf 2027.

Test im Sommer

Am 31. Juli legt OMV die Halbjahreszahlen vor. Dann zeigt sich erstmals, wie viel die neue Chemie-Struktur zum Konzernergebnis beiträgt. Für Delaney, die erst im September offiziell übernimmt, sind diese Zahlen die operative Basis für ihre eigene Strategie. Die Aktie notiert auf Sicht von zwölf Monaten rund 48 Prozent im Plus – die Messlatte für die neue CEO liegt hoch.

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