OMV: Hauptversammlung 27. Mai mit 4,40 Euro
OMV schlägt Gesamtdividende von 4,40 Euro vor. Hauptversammlung am 27. Mai entscheidet über Ausschüttung für 2025.

OMV steuert auf eine dicht gepackte Woche zu. Im Zentrum steht die Hauptversammlung am 27. Mai 2026 in Wien. Vorstand und Aufsichtsrat legen dort eine Gesamtdividende von 4,40 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2025 vor.
Der Termin trifft auf eine Aktie mit starkem Lauf. Am Freitag schloss OMV bei 62,55 Euro und gab 0,79 Prozent nach. Auf Sicht von zwölf Monaten steht trotzdem ein Plus von 33,54 Prozent.
Dividende mit Sonderkomponente
Der Vorschlag teilt sich in zwei Teile. OMV will eine reguläre Dividende von 3,15 Euro zahlen. Dazu kommt eine Sonderdividende von 1,25 Euro je Aktie.
Diese variable Komponente hängt an der Bilanz. Sie greift nur, wenn die Leverage Ratio unter 30 Prozent liegt. Für 2025 hat OMV diese Bedingung erfüllt.
Stimmen die Aktionäre zu, folgt der Ex-Tag am 8. Juni. Wer die Aktie bis dahin hält, hat Anspruch auf die Ausschüttung. Das Zahldatum ist für den 11. Juni vorgesehen.
Neues Modell nach BGI-Verschiebung
Ab dem Geschäftsjahr 2026 stellt OMV die Ausschüttungslogik um. Der Konzern will 50 Prozent der Dividenden aus dem BGI-Joint-Venture weiterreichen. Ergänzend sollen 20 bis 30 Prozent des operativen Cashflows außerhalb von BGI fließen.
Der Grund liegt beim verschobenen Börsengang von Borouge Group International. OMV beziffert den erwarteten Effekt für 2026 auf rund 0,60 bis 0,70 Euro je Aktie.
BGI trägt nur 250 Millionen US-Dollar zur OMV-Dividende bei. Ursprünglich hatte OMV mit 500 Millionen US-Dollar geplant. Das bremst den Ausschüttungsbeitrag spürbar.
Am Markt bleibt die Dividendenstory dennoch ein Kernargument. Für das Geschäftsjahr 2026 erwarten Marktbeobachter eine Dividendenrendite von rund 7,14 Prozent. Das wäre der höchste Wert im ATX.
Hybridanleihe soll Spielraum sichern
Parallel zur Dividende ordnet OMV seine Finanzierung. Der Vorstand will die im Jahr 2020 begebenen Hybridanleihen über 750 Millionen Euro kündigen. Es handelt sich um die NC6-Tranche.
Eine neue Hybridanleihe liegt ebenfalls auf dem Tisch. OMV prüft ein Volumen von bis zu 750 Millionen Euro. Möglich wäre eine Emission innerhalb der nächsten 18 Monate, frühestens im Juni 2026.
Dafür braucht der Vorstand noch grünes Licht vom Aufsichtsrat. Der Erlös soll Liquidität sichern und kommende Refinanzierungen abdecken. Hybridkapital kann dabei helfen, finanziellen Spielraum zu halten.
Russland-Risiko bleibt im Hintergrund
Ein juristisches Thema kommt aus Russland. Ein Berufungsgericht in St. Petersburg wies eine Beschwerde der OMV Gas Marketing & Trading GmbH zurück.
Das Gericht bestätigte ein Verbot, ein Schiedsverfahren gegen Gazprom Export in Stockholm fortzusetzen. Bei Verstoß droht eine Strafe in Höhe des Streitwerts. Dieser liegt bei rund 32 Millionen Euro.
Für die Aktie dominiert kurzfristig trotzdem das Kapitalmarktthema. OMV notiert nur 2,04 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch vom 19.05.2026. Seit Jahresanfang steht ein Plus von 29,29 Prozent zu Buche.
Auch der Trend bleibt konstruktiv. Der Kurs liegt 3,99 Prozent über dem 50-Tage-Durchschnitt und 21,38 Prozent über der 200-Tage-Linie. Der RSI von 56,9 signalisiert dabei keine extreme Überhitzung.
Der nächste Fixpunkt ist die Hauptversammlung am 27. Mai. Danach folgen der Ex-Tag am 8. Juni und die Auszahlung am 11. Juni. Im Anschluss rückt die mögliche Hybridemission in den Vordergrund, während ADNOC seine Beteiligung auf XRG übertragen will.
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